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Der Januar als Kernmonat des Winters geht zu Ende, und seit Tagen ist der Vorfrühling im vollen Gange. Statt Frost und Schnee milde Temperaturen und immer wieder Regen. Die Vegetation ist mehrere Wochen ihrer Zeit voraus. Winterlinge, Schneeglöckchen, Haselnuss und nun auch Krokusse künden vom Wachstumsvorsprung der Natur. Die Phänologie, die Wissenschaft von den jahreszeitlich bedingten Erscheinungsformen bei Pflanzen und Tieren wie Baumblüte und Laubverfärbung, Brut und Winterschlaf, sieht den Beginn der Haselblüte als Merkmal des „Vorfrühlings“ an. Das war allgemein bisher etwa Mitte Februar. Zu diesem Zeitpunkt trat auch im bisherigen allgemeinen Mittel die Krokusblüte ein, nachdem vorher bereits Winterlinge und Schneeglöckchen die ersten Farbtupfer im Wintergrau gesetzt hatten. Nimmt man dieses Kriterium, dann beträgt der Wachstumsvorsprung der Natur gegenwärtig etwa 3 – 4 Wochen.
Ich habe mich in den vergangenen Tagen mit der Kamera an mehreren Standorten in der Umgebung umgesehen, um nach den ersten Vorfrühlingsboten Ausschau zu halten. Und habe sie reichlich gefunden – im Volkspark Friedrichshain, im Fennpfuhlpark und auch in der Parkaue Lichtenberg…











Am Weißen See galt mein Hauptaugenmerk natürlich den Wasservögeln, diesmal besonders den hübschen Reiherenten und gefräßigen Kormoranen. Immerhin hält sich etwa ein Dutzend dieser großen Vögel mit ihrer Flügelspannweite von etwa 160 Zentimetern und ihrem täglichen Fischbedarf von 300 bis 500 Gramm seit einiger Zeit an unserem relativ kleinen See auf und belastet nicht unwesentlich das Nahrungsangebot für andere Wasservögel. In einigen Regionen Europas besteht bereits seit Jahren ein „Kormoranproblem“; in der EU werden Schätzungen zufolge sogar jährlich etwa 80 000 Kormorane abgeschossen, davon etwa 15 000 in Deutschland …



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Die Show muss weitergehen – das meinen die Wasservögel auch in diesem Winter, ob mit oder ohne Schnee, mit oder ohne Eis auf den Seen. Jedenfalls erlebte ich gestern am Fennpfuhlsee und Weißen See ihr äußerst lebhaftes Treiben im Kampf um das Futter.
Eine besonders attraktive akrobatische Show boten dabei die Möwen vom Fennpfuhlsee und der dort übrig gebliebene Soloschwan vom Jahrgang 2016 bei seinem „Wellnessbad“. Am Weißen See vertrieb sich das „unzertrennliche“ Schwanen-Trio auf seine Weise mit Dauerrangeleien die Zeit, der Graureiher ließ sich bei seiner Fischjagd ebenso wenig ablenken wie die Kormorane auf ihren „luftigen“ Beobachtungsposten. Die Schneeglöckchen und Winterlinge indes mußten erst mal mit dem nächtlichen leichten Schneefall fertig werden …
















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Der schleichende Klimawandel scheint auch bei uns das Bild von der Schönheit des Winters langsam zu verändern. Die alten Darstellungen von anhaltend strengem Frost und reichlich Schnee finden sich zwar immer selterer in unserem Wettergeschehen wieder, aber die Ästhetik dieser Jahreszeit ist geblieben. In den vergangenen Tagen fing ich ein paar Eindrücke von einer Winterschönheit auch ohne Schnee ein: nun auch der ersten Winterlinge im Friedrichshain, die sich gestern ebenso im Raureif präsentierten wie die Niedrigen Purpurbeeren und Schneeglöckchen im Fennpfuhlpark …











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