Vorfrühling auch am Weißen See

In der Meteorologie und Phänologie ist der „Vorfrühling“ seit den 1940er Jahren ein fester Begriff. Mit dieser sog. Frühphase des Frühlings wurde in unseren Breiten die Zeit nach dem Spätwinter etwa zwischen Mitte Februar und Ende März angesehen. Aber gilt das noch heute unter den Bedingungen des Klimawandels? Was sich bei uns seit Jahresbeginn beim Wetter abspielt, deutet darauf hin, dass sich auch der „Vorfrühling“ vorverlagert hat – mit heute noch nicht absehbaren ökologischen Folgen.

So auch meine Beobachtungen mit der Kamera heute am Weißen See. Der bisher weitgehend ausgefallene Winter macht dem See zusätzlich zu schaffen. Es fehlt weiterhin der Zufluß von Wasser. Während am Ufer noch die Farben des vergangenen Herbstes grüßen, ist die erste typische „Zeigerpflanze“ des Vorfrühlings bereits da: das Schneeglöckchen. Die Wasservögel, darunter Kormorane und mehrere Graureiher, nutzen die Eisfreiheit als willkommene Nahrungsquelle. Das gilt auch für die drei Schwäne, wobei es bemerkenswert ist, dass sich das Schwanenpaar noch immer nicht von dem einen Vorjahresnachwuchs getrennt hat…

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Warten auf den Winter

Der kalendarische Winter ist bisher kein Winter. Das neue Jahr und das neuen Jahrzent haben so begonnen, wie das vorangegangene Jahr und Jahrzehnt endeten: viel zu warm! Zum Jahreswechsel veröffentlichte der Deutsche Wetterdienst (DWD) neue Daten, die brutal belegen, dass und wie die globale Klimaerwärmung auch Deuschland voll erreicht hat. So lagen 9 der 10 wärmsten Jahre in Deutschland innerhalb der letzten 20 Jahre. War dabei 2018 das bisher wärmste Jahr, so 2019 mit einer Mitteltemperatur von 10,3 Grad C zusammen mit 2014 das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Das Erschreckernde dabei: Die mittlere Lufttemperatur ist in Deutschland von 1881 bis 2018 um 1,5 Grad C gestiegen; allein in den letzten 5 Jahren um 0,3 Grad! Das hat nach Expertenberechnungen bereits spürbare Auswirkungen: Die Zahl der Hitzetage (über 30 Grad) betrug 2018 zehn, 1951 gab es drei; die Starkregen (Anzahl der Tage über 20 mm) haben seit 1951 um sieben Prozent zugenommen; die Zahl der Eistage (Tage mit einer Höchsttemperatur unter 0 Grad C) hat in Deutschland um 40 Prozent abgenommen usw.

Wie weit wir aktuell von „Eistagen“ entfernt sind, hat meine Kamera heute am Fennpfuhlsee eingefangen: Statt Schnee und Eis 10 Grad plus; blühende Winterlinge und Schneeglöckchen; irritierte Eichhörnchen, die nicht so recht „wissen“, was sie mit ihren Wintervorräten anfangen sollen; ein Schwan, der sich über das satte Grün hermacht; Möwen, die sich über die See-Eisfreiheit freuen – und prächtige Purpurbeeren, die auch ohne Schneehauben eine „gute Figur“ machen…

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Dumm – dümmer – DumBum

Die Appelle an die Vernunft der Menschen in den vergangenen Tagen und Wochen haben wenig Erfolg gehabt – jedenfalls nicht in unserem dichtbesiedelten Fennpfuhlkiez. Davon mußte ich mich heute wieder einmal – wie auch in den Jahren zuvor – am Neujahrsmorgen bei meinem Rundgang durch das Kiezzentrum am Anton-Saefkow-Platz mit dem nahen Fennpfuhlpark und Volkspark Prenzlauer Berg erneut überzeugen. Im Gegenteil: Der von der Silvesterböllerei hinterlassene Berg von Müll und Dreck scheint größer denn je, nicht zuletzt, weil die Kaliber der meist aus China importierten Böller ins Uferlose eskaliert sind. Und: Rücksichsloser denn je werden die geschützten Parks für die Böllerei mißbraucht. Erfreulich dabei scheint mir nur eins: Die Produzenten erkennen offensichtlich selbst die Schädlichkeit ihres Tuns, indem sie ihre Produkte „Gangster“, „Bestie“, „Danger-Zone“ „DumBum“ o.ä. bezeichnen – wobei beim „Dum“ nur noch ein weiteres „m“ fehlt …

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar