37 Grad C – es reicht!

Heute wurde die 37-Grad-Marke in Berlin überschritten, wie auch mein Thermometer am Nachmittag im Schatten anzeigte. Damit hat dieser heiße Sommer wohl seinen Zenit erreicht. „Tierisch heiß“ titelte der BERLINER KURIER und brachte damit die überall erreichte „Schmerzgrenze“ bei Menschen und Tieren zum Ausdruck. Ob damit die bisherigen Rekordwerte vom Jahre 2003 getoppt werden, wird sich noch zeigen.

Ich habe gestern und heute die beiden heißesten Tage am Weißen See und Fennpfuhlsee erlebt. An beiden nächst gelegendsten Seen sind die Spuren dieser jüngsten Hitzewellen unübersehbar. Vergleiche mit Wasserständen auf Fotos früherer Jahre machen den gegenwärtigen Tiefstand sichtbar. Die geringe Wasserzufuhr in den Weißen See kann die enorme Verdunstung längst nicht ausgleichen, das Wassersprengen an einigen Ecken in den Parkanlagen erfreut zwar die Rosen, ist aber gegenüber der allgemeinen Trockenheit machtlos. Die Fotos von einigen Uferabschnitten am Weißen See erinnern eher an Galeriewälder am Amazonas und Kongo als an die Weiße-See-Landschaft früherer Jahre, in der noch keiner an eine kommende neuartige „Heiße Zeit“ dachte…

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Sommer 2018 extrem

Heiß – heißer – am heißesten: Das war der Gang des bisherigen Sommers, und nichts deutet auf ein baldiges Ende hin. Gestern wurden an vielen Orten Rekordtemperaturen gemessen, in Berlin wurde die 35-Grad-Marke überschritten.

Ich schaute mich mit der Kamera am Fennpfuhlsee und im Biotop Volkspark Prenzlauer Berg („Oderbruchkippe“) um. Am See erkletterte die brütende Hitze 35 Grad. Im Biotop schien das sonst emsige Treiben der Fluginsekten erstarrt, nur wenige waren aktiv, darunter auch eine Zebra- (Wespen-)spinne, die sich langsam auf den kommenden Herbst und Winter vorzubereiten schien…

Heute, am Beginn des letzten Sommermonats, fing ich ein paar Fotos am Weißen See ein. Das Auffälligste: Dieser Sommer extrem hat den Wasserspiegel – trotz der Wassereinspeisung – erneut bedenklich gedrückt. Das zeigt ein Vergleich von Fotos 1916 -18 vom Standort der Aussichtsplattform am Milchhäuschen: Zwar ist der Niedrigstand von 2016 nicht erreicht, aber gegenüber dem diesjährigen Frühjahr wieder deutlich gesunken. Das freigelegte Wurzelwerk der Bäume am Ufer ist ein klares Indiz für den Wassermangel.

Was fällt darüber hinaus noch ins Auge? Zum einen manche Spuren von Vandalismus und Müll als Kehrseite des intensiven Badebetriebs – und zum anderen natürlich die weiterhin eingeschränkte Aktivität der Schwäne …

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„Wer ist die Schönste im ganzen Land?“

Der heiße Sommer hält auch bei uns weiter an und hat kein Erbarmen mit der durstenden Natur. Die Fluginsekten tummeln sich an verbliebenen Blüten und suchen angestrengt nach Feuchtigkeit.

Im Biotop Volkspark Prenzlauer Berg sind es in diesen Tagen besonders die Oasen  von Distel- und Doldengewächsen, in denen sich auch manche seltene Fluggäste einfinden. Für mich natürlich ein Grund, mit der Kamera Umschau zu halten, welche Schönheiten uns da besuchen, um – wie im Grimmschen Märchen vom Schneewittchen – den Spiegel zu befragen: „… Wer ist die Schönste im ganzen Land?“ Dem „Spiegel“ würde die Antwort schwer fallen – aber am Ende muß es ja wohl eine Entscheidung geben …

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