Herbstnahen

Wenn die ersten Spinnen die Aufmerksamkeit meiner Kamera auf sich lenken, dann steht der Herbst vor der Tür. Blätter färben sich bunt, Blüten welken, Fluginsekten machen ihre letzten Touren, Beeren reifen.

Es war heute also höchste Zeit, mit der Kamera auch wieder einmal durch die heimischen Gefilde zu streifen. Und es hat sich auch diesmal gelohnt: Berberitzen- und Mispelbeeren, Kastanien, Wildhimbeeren, buntes Laub, Spinnennester, Erdhummeln und Wespen, im Fokus der Kamera vor allem eine Deutsche Wespe, die sich an überreifen Wildhimbeeren labte…

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Das Tor zum Spreewald

Das Tor zum Spreewald ist Lübben – seit vielen Jahrhunderten. Die Stadt liegt 50 Meter über NN und damit deutlich höher als der Spreewald. Diese geografisch „herausragende“ Stelle zwischen dem Ober- und Unterspreewald erkannten schon sehr früh die seit der Völkerwanderung um 400 bis 500 einwandernden slawische Stämme. Um 900 soll auch das heutige Lübbener Gebiet besiedelt und um 1200 bis 1220 nach dem Magdeburger Stadtrecht die Stadt Lübben gegründet worden sein. Obwohl die Stadt seitdem in den vergangenen 800 Jahren unendlich viel an Zerstörungen und Leid erfahren hat, gibt es noch einige wenige Erinnerungen an die vergangenen Zeiten: darunter der LIUBA-Gedenkstein im Stadt-Hain, die Reste der alten Stadtmauer, die Paul-Gerhardt-Kirche mit dem Denkmal, das Schloß und einige andere Gebäude.

Diese Relikte aus alten Zeiten im Verbund mit der einzigartigen Geografie des Spreewaldes, aber natürlich auch die 15 Jahre, die wir in Lübben gelebt haben, bilden die Faszination, die mich immer wieder mal zu einer Fahrt in den Spreewald auffordern. So auch gestern, wesentlich begünstigt durch das schöne spätsommerlich-frühherbstliche Wetter. Also auf mit der Kamera nach Lübben, dem Tor zum Spreewald!

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Zu Besuch bei alten Bekannten

In früheren Jahren, als ich noch häufiger mit dem Fahrrad unterwegs war, gehörten die Ausflüge in das Naturschutzgebiet (NSG) Falkenberger Rieselfelder zu meinem Standard-Fotoprogramm. Einige Blogartikel aus jenen Jahren lassen sich leicht über die Suchoption finden. Inzwischen komme ich über die öffentlichen Verkehrsmittel und etwas längeren Fußwege seltener in dieses seit 1995 bestehende rund 86 Hektar große NSG am nordöstlichen Stadtrand von Berlin.

Gestern war es endlich wieder einmal so weit. Ich wollte auf meiner Wanderung mit eigenen Augen und der Kamera sehen, was der trockene und heiße Sommer diesem Kleinod der Natur angetan hat. Und was ich an Bildern sah und einfangen konnte, war ähnlich erschreckend wie die ökologischen Folgen des Wassermangels im Weißen See (siehe dazu auch BERLINER KURIER vom 23.08.19, S. 12: „Hilfe, der Weiße See trocknet aus!“). Wo sich im NSG Falkenberg noch vor wenigen Jahren größere Wasserflächen erstreckten, zwei Dutzend Jungschwäne versammelten und Störche wateten, zeigen sich jetzt weit und breit die Spuren der Trockenheit – angefangen bei den großen Herdentieren über die spärlichen Früchte an den Obstbäumen und Sträuchern bis hin zu den stark dezimierten Fluginsekten …

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