Lichtfestival der Natur

Nach dem Festival of Lights folgte in den vergangenen Tagen der Paukenschlag der Natur: Das machtvolle „Herbst-Krescendo“, wie ich es vor fünf Jahren in einem Blogartikel in Anlehnung an Bruno H. Bürgel (1875-1948) über meine damaligen Fotos geschrieben hatte. Es ist eine Art Jahresgipfel an Naturschönheit und Farbenpracht. Das Festival of Lights hatte in diesem Jahr noch mehr Menschen in seinen Bann gezogen und unbestritten viel Sehenswertes geboten – aber dem herbstlichen Lichtfestival der Natur in den vergangenen Tagen konnte es abermals nicht das Wasser reichen.

Meine Kamera hat ein paar Fotos vom Lichtfestival der Natur an zwei Schauplätzen eingefangen – natürlich am Fennpfuhlsee und im Biotop Volkspark Prenzlauer Berg …

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Massengedränge beim Festival of Lights 2018

Das Foto sagt alles auf einen Blick: Das Festival of Lights, das nun schon zum 14. Mal stattfand, hatte Berlin vom 5. bis 14. Oktober wieder fest im Griff. Seine Anziehungskraft war größer denn je. In der Innenstadt vom Fernsehturm bis zu den „Linden“ drängten sich – begünstigt durch das Spätsommerwetter – in den Abend- und Nachtstunden Hundertausende, soviel wie nie zuvor. Unter den Linden gab es zeitweise kaum ein Durchkommen. Und die einige Darbietungen an Lichtprojektionen von über 60 Künstlern aus vielen Ländern haben an Faszination zugenommen, insbesondere an den Gebäuden am Bebelplatz, vor allem am Hotel de Rome und an der Alten Bibliothek.

Ich war am Samstagabend mit der Kamera unterwegs im Massengedränge, um wenigsten etwas von dem Werk der Lichtkünstler einzufangen. Mein Focus war wieder, wie in den Jahren zuvor, auf die historischen Bauten im alten Stadtkern gerichtet. Aber meine Kamera entdeckte auch diesmal in einigen stilleren Ecken manche kleinere Illumination, die es lohnte, hinzuschauen…

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Unerschrockener Graureiher

Weißer See gestern im schönen „Goldenen Oktober“: In kaum einem Jahr zuvor war der Gegensatz zwischen der bunten Herbstpracht und den erschreckenden Folgen des hohen Regendefizits im diesjährigen Jahrhundert-Extremsommer so kraß wie in diesen Tagen. An den Seeufern zeigen sich noch breitere Ödstellen, freigelegtes Wurzelwerk und vom Wasser isolierte Pflanzen. Das diesjährige Schwanennest und seine Umgebung sind verlandet. Die Aussichtsplattform am „Milchhäuschen“ ragt noch höher aus dem Wasser, wie ein Vergleich der Wasserpegel im Abstand von nur sieben Monaten zeigt …

Aber das Leben der Wasservögel nimmt trotz dieser Widrigkeiten seinen Lauf. Gestern zog vor allem das Geschehen am Nordufer die Aufmerksamkeit meiner Kamera auf sich. Im Geäst eines ins Wasser gestürzten Baumes hatte sich ein Graureiher festgesetzt. Eine ganze Weile ging er dort seinem Tagwerk nach – bis die  Schwanenfamilie seine Bahn kreuzte: Und der Graureiher machte dabei trotz der Übermacht der Schwäne eine erstaunlich gute Figur …

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