Applaus für den Ersten!

Prächtiges Frühlingswetter am Palmsonntag heute auch am Weißen See. Viele Spaziergänger waren unterwegs, trotz der Einschränkungen, die die schwere Corona-Pandemie allen aufgezwungen hat. Und auch für mich hat es sich gelohnt, gerade heute mit der Kamera den See zu besuchen!

Denn wer genau hinschaute, konnte in einem der beiden Haubentaucher-Nester („Nest I am Schilf rechts“) das erste geschlüpfte Küken bewundern. Und noch mehr als das: Meine Kamera fing eine der ersten Fischfütterungen dieses frisch geschlüpften Kükens ein, die etwas Freude spendet in dieser jetzigen schwere Zeit: Der Haubentauchervater hatte sich etwas vertan, schleppte einen viel zu großen Fisch für das Baby herbei, bot ihn mehrfach vergebens an – und fraß ihn schließlich kurz entschlossen selbst … Nicht ganz soweit war es im „Nest II am Schilf links“, wo die Brut noch in vollem Gange ist. Das Gleiche bei den Schwänen, wo die Brut Anfang April begonnen hat : Das Gelege war heute Vormittag, zunächst noch gut vergraben im Nest, für die Kamera nicht leicht auszumachen…

Ergänzung, 7. April 2020:

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Großmöwen am Weißen See

Der Weiße See ist immer für eine Überraschung gut. Dass ich ausgerechnet heute, am ersten Tag der bisher größten Einschränkungen im Kampf gegen das schreckliche Virus COVID-19, bei meinem Spaziergang um den See eine neue Überraschung erleben und fotografieren sollte, hatte ich nicht erwartet: die ersten beiden Großmöwen (Im Headfoto oben sind es zwar drei, aber die mittlere habe ich „hineinmontiert“).

Die ersten Großmöwen, deren eigentlicher Lebensraum die mitteleuropäischen Seeküsten sind, wurden 2008 in Berlin beobachtet, im vergangenen Jahr wurden bereits 50 Paare gezählt. Als die häufigste Großmöwe gilt die Silbermöwe (wiss. Name Larus argentatus), die immerhin eine stattliche Größe von 55 – 66 cm sowie ein hohes Alter von 30 Jahren erreicht. Die Größenangabe nebst Beschreibung in der einschlägigen Literatur (u.a. gelber Schnabel mit rotem Fleck, schwarz-weiße Flügelspitzen) läßt den Schluß zu, dass ich heute zwei solcher Silbermöwen vor die Kamera bekommen habe. Sie zeigten sich allerdings sehr scheu und nur in größerer Entfernung vom Seeufer: Meine Kamera hatte Mühe, einige brauchbare Fotos einzufangen. Die ersten Fotos zeigen den Größenvergleich mit Haubentauchern, denen natürlich auch heute an ihren inzwischen vier Brut- und Paarungsstätten die Aufmerksamkeit galt – und auch dem „kuriosen“ Schwanentrio; das Bemerkenswerte dabei: Das Nest war leer, das erste gelegte Ei verschwunden …

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Das kuriose Schwanentrio vom Weißen See

Besuche am Weißen See gehören seit vielen Jahren zu meinem Alltag. Aber noch nie waren dort die Gegensätze so kraß, wie ich sie heute erlebte. Auf der einen Seite der See im Frühlingsfestkleid – auf der anderen Seite aber nun die neuartige allgegenwärtige Ausnahmesituation, die durch die grassierende Corona-Pandemie über uns gekommen ist. Es waren mehr Menschen am See zu beobachten: Viele mit kleinen Kindern, die jetzt durch ihre Eltern ganztags zu betreuen sind, aber auch noch mehr ältere Menschen, die ins Freie zogen, um den üblichen gewohnten Kontakten zu Hause, in Heimen oder sonstwo zu entfliehen.

Und als wollte die Natur ihren Beitrag leisten, all diesen Menschen am Weißen See eine kleine Entschädigung bieten, zauberte sie einen schönen Frühlingstag mit einigen Überraschungen: Neben ersten blühenden Bäumen und Sträuchern auch Graureiher, die auf Fischbeute lauern, erste Haubentaucher, die mit der Brut begonnen haben – und vor allem das „kuriose Schwanentrio“, das offenkundig eine besonders enge Familienbande seit dem Vorjahr zusammenhält und das „Kind“ sogar – wie meine Fotos am Schluß zeigen – sogar beim Liebesspiel und Nestbau der Eltern „dabei sein darf“…

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