Libellen-Show im Spreewald

Den nachträglichen Spätsommertag nutzte ich vorgestern noch einmal zu einem Ausflug in den Spreewald, sozusagen als Teilnehmer an einer Show besonderer Art. Denn zu den Charaktertieren des Spreewaldes gehören nicht nur Mücken, Biber und Kraniche, sondern auch Libellen. Weltweit soll es etwa 5 689 bekannte Libellenarten geben, nur ein denkbar kleiner Teil davon lebt auch im Spreewald. Aber sie stehen bei mir besonders im Fokus, wenn ich mich im Spreewald befinde. Und das ist kein Zufall. Libellen sind nicht nur ausgesprochen hübsche Tiere, sondern auch erstaunliche Athleten und Künstler. Kein Wunder, dass sie zum Beispiel von Esoterikern als „Krafttiere“ besonders geschätzt werden: „Die elegante Libelle zeichnet vor allem ihre Flexibilität aus. Sie trifft blitzschnelle Entscheidungen, erhöht ihre Geschwindigkeit innerhalb von Sekunden. Sie lehrt uns, uns schneller für eine Richtung zu entscheiden, unseren Lebensweg voller Hoffnung zu gehen. Durch sie ändern wir den Blickwinkel, öffnen uns für Unvorhergesehenes“, heißt es in einer „Spirituellen Lebensberatung“.

Immerhin bekam ich in nur wenigen Stunden Exemplare von vier der 5 689 Libellenarten (das sind gerade mal 0,07 Prozent) vor meine Kamera, nämlich: Gemeine Binsenjungfer, Blaue Federlibelle, Blauflügel-Prachtlibelle und Blutrote Heidelibelle. Nur vier Libellenarten – aber einmal mehr ein schöner Einblick in die grandiose Natur : „Wie ist die Natur doch im allgemeinen so schön! “ (Heinrich Heine, Die Harzreise, 1824)

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Trauriger Sommerabschied am Weißen See

Der Herbst klopft an die Tür: Morgen verabschiedet sich der sog. meteorologische Sommer. Obwohl dieser Sommer nicht der wärmste aller Zeiten war, war er bei uns wieder ein Dürresommer – der dritte hintereinander im Zuge des Klimawandels. Nach den vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) lag die bundesweite Durchschnittstemperatur dieses Sommers bei 18,2 Grad C und damit um 1,9 Grad über dem Mittel der international gültigen Vergleichsperiode 1961-1990. Die Sonnenscheindauer war in diesem Sommer etwa 10% höher.

Ich habe heute mit der Kamera einen Blick auf die Bilanz des Dürresommers am Weißen See geworfen. Und danach gibt es keinen Zweifel: Diese Bilanz fällt trauriger denn je aus. Der Wasserstand ist noch mehr gefallen. Allein des Headfoto zeigt die ganze Dramatik: Die Aussichtsplattform am „Milchhäuschen“, einst ins Wasser gebaut, steht inzwischen auf dem Trockenen! Ein ähnliches Bild zeigen auch die Umgebung des diesjährigen Schwanennestes und an der „alten Weide“ sowie etliche Uferabschnitte. Ein gespenstisches Bild, eine Kulisse für Horrorfilme oder fremde Planeten! Dazu die unverminderte „Übernutzung der Uferbereiche“ (Jürgen Erdmann), die den Wasservögeln, vor allem den Schwänen und Graureihern, das Leben schwer macht…

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Atempause im Hitzesommer

Auch der diesjährige Sommer ist drauf und dran, ein Hitzesommer zu werden. Das wäre dann der dritte aufeinanderfolgende Dürresommer – und die Klimaforscher werden dann lange suchen müssen, ob und wann es das in Mitteleuropa schon einmal gab.

Daran ändern auch nichts die wenigen Stunden Regen, die wir gestern erlebten. Ich schnappte mir sofort die Kamera, um das Großereignis auf kürzestem Wege in einigen Fotos festzuhalten – am Fennpfuhlsee mit seinem umliegenden Park. Es war schon toll, einzufangen, wie Pflanzen und Tiere die „Atempause im Hitzesommer“ und die Regentropfen genossen – aber auch, wie schnell der Regenzauber wieder verschwunden war. Zum Schluß bedankte sich ein Chor von 15 Spatzen – nach einem Auftritt von Kormoranen – für die Atempause im Regen …

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