Endlich Regen!

Nach der anhaltenden frühsommerlichen Hitze und Trockenheit kam letzte Nacht endlich der Regen. Was für Urlauber nicht ganz so toll ist, haben Gartenbesitzer und Ackerbauern längst heiß ersehnt. Wer gern in der Natur ist, nimmt zwar jedes Wetter, wie es kommt; wer jedoch mit der Kamera „ganz nah“ an sie herangehen möchte, freut sich über die vielen Kleinode, die der Regen zaubert, nicht weniger als die dürstende Erde…

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Pfingsten im Blumenmeer

Mit Johann Wolfgang v. Goethe möchte man sagen: „Pfingsten, das liebliche Fest war gekommen.“ Aber was macht Pfingsten denn so „lieblich“? Ganz sicher vieles, das sieht jeder für sich auf seine Weise. Aber unbedingt gehören die Blumen in ihren unendlichen Formen und Farben dazu. Ich machte mich am Vorabend des Pfingstfestes auf die Suche nach Blumen, und zwar nach Potsdam nebst Umland, mit Kamera und Fahrrad und fand dabei so allerlei – ganz so, wie es der 22-jährige Goethe in seinem Gedicht Mit einem gemalten Band einst empfand: „Kleine Blumen, kleine Blätter / Streuen mir mit leichter Hand / Gute junge Frühlingsgötter / Tändelnd auf ein luftig Band.“

Solche Blumen, gestreut „mit leichter Hand“, jedoch nicht immer nur „kleine Blumen“, sieht man in meiner  folgenden Mini-Fotoshow. Hauptschauplatz ist zunächst die Potsdamer Freundschaftsinsel mit ihrem Blumenangebot. Am Anfang der Blumenshow stehen natürlich die Pfingstrosen (Paeoniacea) in ihren unerschöpflichen Farben…

Zu den Pfingstrosen gesellen sich viele weitere Blumen (in der Reihenfolge der folgenden Fotos): die dunkelrote Weigelie (Caprifoliaceae), die blaue Anemone (Anemone nemorosa, Buschwindröschen), die violettrote Flockenblume (Centaurea dealbata) und der ähnlich farbige Storchschnabel (Geranium cinereum), die gelbe Taglilie (Hemerocallis minor), die weiß-violetten und weiß-braunroten Schwertlilien (Iridiacea) und natürlich auch diverse (hier nur gelbe) echte Rosen…

Schließlich fand ich im Potsdamer Umland, genauer: auf der Bornimer Feldflur, auch den roten Mohn, der im „Blumenmeer zu Pfingsten“ einfach nicht fehlen darf…

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Hurra, wir sind da!

Endlich ist es soweit – ein Tag, auf den viele Besucher des Weißen Sees in Berlin gewartet haben: Am Morgen sind die ersten beiden Küken des Schwanenpärchens geschlüpft. Meine Kamera sah das erste Küken 9 Uhr 36, bald danach das soeben geschlüpfte, noch feuchte zweite Küken.

19. Mai 2012, am Nachmittag

Noch am Nachmittag wurde aus der Schwanen-Kleinfamilie eine Großfamilie: zwei weitere Küken kamen hinzu. Schauen wir weiter in die Kinderstube hinein – auf das quirlige Leben der beiden Erstgeborenen vom Vormittag, die schon auf den „Balkon hinaustreten“ und sehnsüchtig auf das Wasser schauen, die beiden nachmittags Hinzugekommenen. Und natürlich die alles überragende Schwerstarbeit der Mutter bei der Geburt ihrer Kinder – einfach grandios!

19. Mai 2012, am Abend

Wieviel Schwanenküken erblicken heute das Licht der Welt? Die Frage wurde am Abend beantwortet: Es blieb bei den vier.

20. Mai 2012, am Vormittag

Rund 24 Stunden nach dem Schlüpfen des ersten Kükens war heute Morgen ein fünftes hinzugekommen. Die vier Baby-Geschwister des Vortages zeigten sich munter der Kamera und schauten schon sehnsüchtig über den Nestrand…

Und dann, als gegen 10 Uhr 40 die Schwanenmutter wieder einmal einen größeren Blick in die Kinderstube gewährte, konnte man live etwas besonders Schönes erleben: die Mutter bei der Geburtshilfe des sechsten Kükens. Man sieht noch deutlich in etwa der unteren Bildmitte seine soeben verlassene Schale, eingezwängt von den beiden letzten Eiern und Küken Nummer fünf ganz rechts…

20. Mai 2012, am Nachmittag

Am heutigen Nachmittag kamen keine weiteren Küken hinzu. Es blieb bei den vier Erstgeborenen vom Vortag und den beiden Neuen vom heutigen Vormittag. Im Nest waren nun nur noch zwei Eier erkennbar. Die Sechslinge gesnossen die sommerlichen Temperaturen des Sonntags; sebst zwei Erpel durften ins Nest klettern und die Behaglichkeit mit den Schwänen teilen.

Aber die Idylle trügt. Für die Küken war es ein Nachmittag voller Anstrengungen und Entdeckungen. Immerhin wagten die vier Erstgeborenen ihren ersten „Seegang“ und mußten dabei die hohen Hürden des Nestes überwinden.

21. Mai 2012, am Mittag

Ein Kurzbesuch bei den Schwänen heute Mittag zeigte keinen weiteren Familienzuwachs. Noch immer liegen zwei Eier im Nest, und beide Eltenteile zeigten sich sehr unruhig. Sogar Vater Schwan hielt es für angebracht, auf dem Nest Wache zu halten. Nicht zu Unrecht, denn plötzlich tauchte links neben dem Nest ein großer karpfenähnlicher Fisch auf. Die sechs Küken machten indes weiter ihre Nestausflüge…

21. Mai 2012, am Abend

Meine kleine dreitägige Chronik über die Geburt der Schwäne vom Jahrgang 2012 am Weißen See geht zuende. Heute Abend deutete alles darauf hin, dass es wohl bei den sechs Küken bleiben wird. Die Schwänin hat den weiteren Brutprozeß offensichtlich abgebrochen. Auch am Abend hielt sie sich längere Zeit bei den Kleinen im Wasser auf. Die sechs Küken indes zeigten sich erneut munter und unternehmungslustig…

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