Lichtkunst & Kunstlicht

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Es gehört inzwischen zu den Attraktionen des Berliner Kulturlebens – das „Festival of Lights“. Es findet zum 12. Mal statt, zusammen mit dem anderen bedeutenden Lichtfestival „Berlin leuchtet“. Die Veranstalter haben diesmal über 500 Gebäude in buntes Licht getaucht, vieles davon kunstvoll gestaltet unter dem den Berlin-Tourismus fördernden Motto „Licht verbindet„, und zwar Menschen, Kulturen, Religionen, Städte und Nationen.

Natürlich war ich wieder mit der Kamera unterwegs und stand wieder vor der schwierigen Wahl: Wo anfangen, was einfangen? Herausgekommen sind nicht mehr als ein Dutzend Gebäude, das sind gerade mal rund 2,5 % aller Lichtobjekte. Ich entschied mich diesmal, das historische Berlin stärker ins Visier zu nehmen und war überrascht: Neben den besonders gelungenen kunstvollen Lichteffekten am Fernsehturm beeindruckten mich besonders die Lichtillustrationen im Nikolaiviertel, der „Wiege Berlins“ …

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Die Natur stillt ihren Durst

1-karte1Endlich kam der Regen! Nach dem warmen und trockenen Sommer folgte auch ein warmer und trockener September: Deutschlandweit lag der erste Herbstmonat mit 16,8 Grad C ganze 3,5 Grad C über dem Durchschnitt der international üblichen Vergleichsperiode 1961-1990 und erreichte mit etwa 40 Liter pro Quadratmeter nur 66 % vom langjährigen Regendurchschnitt von 61 l/qm. Berlin gehörte dabei zu den besonders extrem betroffenen Bundesländern: mit einem Temperaturdurchschnitt im September von 18,1 Grad C (Mittel 1961-90: 14,1 Grad) war Berlin das wärmste Bundesland und mit nur 20 l/qm (Mittel 1961-90: 46 l/qm) das zweittrockenste Bundesland. (Alle Zahlen nach DWD)

Um so größer das „Aufatmen“ überall in der Natur nach dem ersten Regen gestern und heute. Ich war mit der Kamera unterwegs, um das „Aufatmen“ in einigen Bildern einzufangen …

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Der Briesener See darf nicht sterben!

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Der Briesener See hat in unserer Familie einen besonderen Stellenwert. Vor etwa 50 Jahren, in den späten sechziger bis frühen siebziger Jahren, verlebten wir hier viele Sommerurlaube. Unsere Kinder erlernten hier das Schwimmen und erlebten intensiv die freie Natur, Komfort brauchten wir nicht – kurzum: Der Aufententhalt am Briesener See war Legende.

Das war in unserer Lübbener Zeit und ist lange her. Aber seitdem lockt er immer wieder aufs Neue und zieht uns magisch an – nicht nur aus Nostalgie. Denn der Briesener See gehört zu den schönsten Badeseen in der Umgebung Lübben und der gesamten Lausitz – rund 8 km von der Spreewald-Kreisstadt entfernt. Der See mit seiner einstigen Nord-Süd-Ausdehnung von 1,5 km und einer Fläche von 54 ha (das entspricht dem 6,5-fachen der des Berliner Weißen Sees) hat eine herrliche Lage: Umrahmt von Wäldern in einer eiszeitlich geprägten Moränenlandschaft liegt er direkt vor den Toren des UNESCO-Biosphärenreservats Spreewald.

Ich nutzte gestern das schöne Wetter am kalendarischen („astronomischen“) Herbstanfang, um wieder einmal den Briesener See zu besuchen – auf gut bekannten Wegen, vorbei an Altem und Neuem, inzwischen per Bahn, Bus und Fußmarsch. Und der sog. Altweibersommer lieferte zusätzlich das denkbar beste Ambiente …

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Und dann kam beim Wiedersehen des alten vertrauten Briesener Sees die böse Überraschung: Der See, der seit der letzten Eiszeit vor rund 10 000 Jahren besteht, scheint unter der Last des Klimawandels in unserer Zeit bei der Häufung von extrem warmen und trockenen Sommern immer mehr Wasser zu verlieren – und so möglicherweise zu sterben! Ich umwanderte fast den gesamten See – vom Südwestufer am „Haus am See“ über den enorm verbreiterten Badestrand am Südufer entlang der Ostseite bis hinauf zur Nordwestecke. Und sah dabei die erschreckenden Folgen des sinkenden Wasserspiegels: ein ökologisches Drama, ein massenhaftes Absterben junger Birken, eine sterbende Landschaft wie am Aralsee – mitten in Mitteleuropa Verhältnisse wie in Mittelasien! In Gesprächen mit Ortskundigen wurde von einigen versucht, das ökologische Drama zu beschwichtigen: Die Ursache müsse nicht der Klimawandel sein, sie könnte auch in „hydrologischen Schwankungen“ liegen, die über Jahrzehnte seit der Eiszeit wirken … Für mich kein Trost, eher Bestärkung: Der Klimawandel muß gestoppt werden, mindestens – so das vereinbarte internationale Ziel – darf die Temperaturerhöhung 2 Grad C gegenüber der vorindustriellen Zeit nicht überschreiten – der Briesener See ist dafür eine Mahnung mehr!

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