Das erste Vierteljahr ist geschafft!

0-Karte-1Langsam hat sich der Hochsommer der vergangenen Wochen verabschiedet, und der Spätsommer hat Einzug gehalten. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war der Juli 2014 in Deutschland mit einer Mitteltemperatur von 19,3 Grad C, gemessen am langjährigen Mittel, zu warm, aber auch zu nass. Wir erlebten einen zweiten Julimonat in Folge, der sich unter die zehn wärmsten Julimonate seit 1881 einordnet, und es gab 42,1 mm (=49,8 %) mehr Regen als im Mittel des Zeitraums 1981-2010. Die Sonne schien 9,1 Stunden (=4,1 %) mehr als im Mittel des Vergleichszeitraums 1981-2010.

Vor diesem meteorologischen Hintergrund erlebte auch die Schwanenfamilie an unserem Weißen See einen schönen Hochsommer. Inzwischen sind aus den vier übrig gebliebenen Küken stattliche Teenager geworden. Heute „feierten“ sie die Vollendung ihres ersten Lebensvierteljahres – für mich Grund genug, sie wieder einmal mit der Kamera zu besuchen, wie auch in den Jahren zuvor die Jungschwäne jeweils zu ihren Vierteljahres-Jubiläen …

1-Karte-12-Karte2Die Schwäne haben den heißen Sommer gut überstanden. An den – trotz Auftretens von Unwettern mit Starkniederschlägen über Mitteleuropa – leicht gefallenen Wasserspiegel des Sees haben sie sich gewöhnt und dabei sehr viel hinzu gelernt: im Gründeln, bei der Suche nach eßbarem Grün, im Verhalten untereinander …

3-DSCN8987-adb4-DSCN8985-adb6-DSCN8984-adb7-DSCN9003-adb8-DSCN9009-adb9-DSCN8861-adb10-DSCN8913-adb11-Karte312-DSCN9096-adb13-DSCN9038-adb14-Karte415-DSCN9082-adb16-DSCN9085-adb17-Karte5 18-Karte6a

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Treffpunkt Kratzdisteln

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Parade der „Sommergäste ohne Ende“ geht weiter. Schon in den vorangegangenen Blogartikeln waren häufig Kratzdisteln Orte des Geschehens. In den letzten Hochsommertagen suchte ich deren Standorte im Kiez mehrfach auf – wobei es sich um inselartige, nicht besonders gepflegte Brachflächen handelt, also Wildwuchs-Oasen, als Teil des waldartigen 29-Hektar-Gesamtbiotops der sog. Oderbruchkippe, die nach 1945 aus 15 Mill. Kubikmeter Trümmerschutt der Innenstadt angelegt und 1969 in „Volkspark Prenzlauer Berg“ umbenannt wurde. Im heutigen Blogbeitrag sollen die Kratzdisteln jenes Geländes als Gastgeber zahlreicher Fluginsekten im Mittelpunkt meiner Fotos stehen.

Kratzdisteln (wissenschaftlicher Name Cirsium) sind eine Gattung in der Familie der Korbblütler; weltweit soll es über 200 Cirsium-Arten geben, bei uns sind die bekanntesten die Sumpfkratzdistel (C. palustre), die Ackerkratzdistel (C. arvense) und die Lanzettkratzdistel (C. vulgare). Am auffälligsten sind – neben den üppigen dornigen Pflanzenteilen – ihre hübschen purpurroten bis violetten Blüten in den unterschiedlichsten Stadien der Entwicklung …

2-DSCF5533-adb2-DSCF5542-adb3-DSC_2534Wenn man genügend Zeit aufbringt, kann man bei den hohen Lufttemperaturen zahlreiche Fluginsekten erleben, die bei den Kratzdisteln Einkehr halten. Es beginnt bei den bekannten Hummel- und Bienenarten und führt zu manchen weniger bekannten Insekten, wie zum Beispiel der Großen  Sumpfschwebfliege (Helophilus trivittatus) mit ihrem wunderschönen gestreiften Brustschild (vier gelb-graue und drei dunkle Streifen) und der nicht weniger schicken Veränderlichen Hummel (Bombus humilis)…

4-DSCF5270-adb5-DSCF5254-adbOLYMPUS DIGITAL CAMERA7-DSCF5227a8-DSCF5225aAber an den Kratzdisteln und in ihrem Umfeld finden sich auch viele andere illustre Sommergäste ein. Neben Marienkäfern mit unterschiedlicher Punktzahl war das sogar auch der seltene, in einigen Regionen bedrohte Kratzdistelrüssler (Larinus turbinatus), der besonders mit seinem merkwürdig dicken kegelförmigen Rüssel und seiner attraktiven Färbung – dunkelgrüne, gelb gesprenkelte Flügeldecken – auffällt. Besonders aber hatten mir es erneut die farbigen Wanzenarten angetan – in der Reihenfolge der Fotos: die Gemeine Getreidewanze (Eurygaster maura) aus der Familie der Schildwanzen, die Saumwanze oder Große Braune Randwanze (Coreus marginatus) aus der Familie der Lederwanzen und – schon im vorangegangenen Blogbeitrag erwähnt – die Nördliche Fruchtwanze (Carpocoris fuscispinus) …

9a-DSCF5496-adb10a-DSC_1287-adb11-Karte-212a-DSCF5369-adb13-DSC_257715a-DSCF5522-adb14a-DSCF5509-adb16a-DSC_2565-adb17a-DSC_2650-adb18a-DSC_2617-adb

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Sommergäste ohne Ende

1-Karte-1Der Hochsommer legt kleine Regen- und Gewitterpausen ein, längst ersehnt von vielen Menschen und Tieren. Streifzüge mit der Kamera durch den Kiez in diesen Tagen zeigen, dass Regen und damit vermehrter Blütennektar noch mehr Insekten anlocken. Es scheint, als wollten die Sommergäste kein Ende nehmen – bekannte und immer wieder auch manche unbekannte.

Dazu gehört die hübsche Gemeine Waldschwebfliege oder auch Gemeine Hummelschwebfliege (wissenschaftlicher Name Volucella pellucens). Diese bis 16 mm lange Schwebfliege fällt vor allem durch ihren schwarz glänzenden sog. Rückenschild auf, der an den Seiten schwarz behaart ist; zweites typisches Merkmal ist ihr relativ kurzer und plump wirkender schwarzer Hinterleib, der eine breite weißgelbe Binde trägt. Markant sind schließlich auch ihre großen weinroten Facettenaugen und die langen schwarzen Beine sowie die durchsichtigen Flügel mit je einem dunklen Streifen …

2-Karte-2 4-DSCF4925-adb5-DSCF4929-adbMein zweiter neuer, besonders zierlicher, Sommergast vor der Kamera kommt aus der Unterfamilie der Feldwespen (Polistinae), die zusammen mit der anderen Unterfamilie der sog. Echten Wespen (Vespinea) die große Familie der Faltenwespen (Vespidae) bildet. Der ebenfalls markant schwarz-gelb gezeichnete Hinterleib mit der extremen spindelförmigen Taille und den beiden auffälligen gelben Punkten sowie den ebenfalls langen schwarzen Beinen deuten darauf hin, dass es sich vielleicht um die Gallische oder auch Französische Feldwespe (wissenschaftlicher Name Polistes gallicus) handeln könnte, eine von fünf Arten der Feldwespen, die in Deutschland vorkommen, von weltweit insgesamt 630 Arten …

OLYMPUS DIGITAL CAMERA7-DSCF4909-adb8-DSCF4914-adbSchließlich posierte ein dritter Neuling unter den Sommergästen vor meiner Kamera: Nördliche Fruchtwanzen (zoologisch Carpocoris fuscispinus) aus der Familie der Baumwanzen, kaum mehr als einen Zentimeter lang. Ihr apartes „outfit“ erinnert eher an eine martialische Ritterrüstung: gut getarnt in gelbbrauner bis rotbrauner Grundfärbung, sogar mit geschwärzten Ecken am spitzen Halsschild …

OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA11-DSCF5057-adbZu diesen „Neulingen“ kommen all die anderen „Schönlinge“ hinzu, die ich bereits früher vor der Kamera hatte: die Hornissenschwebfliege oder Große Waldschwebfliege (Volucella zonaria), Hummelarten (hier im Foto die rotblond behaarte Ackerhummel /Bombus agrorum), Bienen, Schmetterlinge, Weichkäfer …

OLYMPUS DIGITAL CAMERADSCF5026-adbOLYMPUS DIGITAL CAMERA13-DSCF4937-adbOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA15-DSC_2521-adb

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