Stumme Anklage am Weißen See

Das war heute ein trüber kalendarischer Herbstanfang am Weißen See. Alles wirkte träger als sonst: Den Herbstblumen fehlte die Sonne, den wenigen Fluginsekten die Wärme und auch die Wasservögel schienen verschlafen. Die Schwanen-Großfamilie hat es geschafft, ihre Sechslinge gut über die Erschwernisse des heißen Sommers am Weißen See zu bringen. Jetzt sind sie wieder die „Herren des Sees“.

Dieses trübe Herbstanfangs-Szenario erhält aber noch immer seine düsterste Prägung durch den weiterhin extremen Wasserstand am See. Seit am 3. Juni d. J. der neue Tiefbrunnen mit seiner Filteranlage in Probebetrieb gegangen war, hat sich die Wasserzufuhr in den See verbessert – wie mein Fotovergleich vom 6. Juni mit dem heutigen 22. September an der Aussichtsplattform belegt. Begünstigt wurde das durch die Regenfälle der vergangenen Wochen und die etwas günstigeren Sommertemperaturen. Aber die Wasserzufuhr steigt zu langsam. Die Ökologie am See ist noch immer schwer beschädigt. Mehrere Uferpassagen wirken wie Kulissen von Horrorfilmen. Und ein verendeter Fisch am Ufer hat dafür so etwas wie Symbolcharakter – er bekam deshalb ausnahmsweise den Platz im Headfoto…

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Lichtfestival der Natur

Nach dem Erlebnis des traditionellen Kunstlichtfestivals in der Berliner Innenstadt vor wenigen Tagen mußte auch in diesem Jahr das Erlebnis eines Lichtfestivals der Natur folgen. Dazu wählte ich bei dem anhaltend sonnigen Altweibersommerwetter der vergangenen Tage einen Schauplatz mit attraktivem, passendem Ambiente aus: die Wälder in der Umgebung von Neuseddin in der Gemeinde Seddiner See, die ich gestern besuchte. Und ich wurde – fotografisch – reichlich belohnt: die Wälder boten viel Licht, um Kreuzspinnen mit ihren markannten Netzen, aber auch manche Schönheit am Waldboden erstrahlen zu lassen …

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Berliner Lichtfestival 2021

Alle Jahre wieder – das gilt inzwischen auch für das Berliner Festival of Lights. Es kommt 2021 erneut sehr früh im September daher, man muß noch länger warten, bis es in der Dunkelheit seine schönen Lichtspiele voll entfalten kann.

Ich war gestern mit der Kamera wieder in der City-Ost unterwegs, um nach Sehenswertem Ausschau zu halten und ein paar Eindrücke zu gewinnen. Und es dominiert wieder der Zwiespalt zwischen Kunst und Kommerz, zwischen einfachen Lichtspielereien und anspruchsvollen, zum Nachdenken anregenden Darstellungen. Letzteres konnte ich vor allem an vier Schauplätzen beobachten: Erstens und erstmals nun auch dabei das kürzlich eröffnete Humboldt-Forum in der Fassade des alten Berliner Schlosses, wobei der Schlüterhof, sogar mit Sitzplätzen, zur Schaubühne wird. Weiter geht es zweitens zum Berliner Dom, traditionell mit sehr anspruchsvollen Darstellungen, ebenso drittens die Gebäude rings um den Bebelplatz, allen voran das Hotel de Rome und viertens natürlich die eindrucksvolle Vielfalt der Lichteffekte am Brandenburger Tor. Die folgenden Fotos beginnen am Brandenburger Tor; sie können nicht mehr als eine kleine Auswahl des Lichtfestivals sein…

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