Herbstzeichen

Langsam mehren sich die Herbstzeichen in der Natur. Der heiße und trockene Extremsommer ist unverkennbar in seine Spätphase eingetreten – unübersehbar gleitet er in den Herbst: Das Wetter wird kühler und wechselhafter und das Laub bunter, die Spinnen werden aktiver und die Fluginsekten seltener.

Ich hab gestern und heute einiges von diesen ersten Herbstzeichen eingefangen. Und wieder mischen sich in diese Spätsommerpoesie Gedanken von Werden und Vergehen, wie sie einst den alternden deutschen Schriftsteller Hermann Hesse (1877-1962, Literatur-Nobelpreisträger 1946) bewegten, als er sein Gedicht „Spätsommer“ schrieb, das mit den Worten endet:

„Noch lacht der Tag, noch ist er nicht zu Ende,/Noch hält und streichelt uns das Heut und Hier.“

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Erste Regentropfen – nach 48 Tagen

Was war denn das heute für ein Naturereignis? Sieben Wochen mußten wir darauf warten, ganze 48 Tage sind vergangen seit dem „Tag, als der Regen kam …“ Immerhin ein paar Tropfen „zur Erinnerung“, aber viel zu wenig für die ausgetrocknete, durstende Erde auch im Berliner Raum. Und ebenfalls heute – kurz vor dem meteorologischen Herbstanfang – gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) die ersten Daten zu diesem extremen Sommer bekannt. Danach erlebten wir in Deutschland mit einer Sommerdurchschnittstemperatur von 19,3 Grad C den zweitheißesten (nach 2003 mit 19,7 Grad C) und zweittrockensten (nach 1911) Sommer seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen.

Endlich hat es also heute geregnet. Ich habe mit der Kamera einen Eindruck von dem Großereignis eingefangen – Regentropfen nach 48 Tagen, zusammen mit den ersten bunten Vorboten des Herbstes …

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Erschreckende Sommerbilanz am Weißen See

Der diesjährige Jahrhundertsommer geht in seine Schlußphase. Bald werden offizielle Angaben vorliegen, die es ermöglichen, diesen Sommer mit seiner extremen Hitze und Trockenheit näher einzuordnen. Aber schon vor etwa zwei Wochen wurde in der Klimafachzeitschrift PNAS die Frage aufgeworfen, ob dieser Sommer im Zusammenhang mit einem Klimawandel steht, der künftig als eine „Heißzeit“ über uns zu kommen droht.

Ich habe heute versucht, mit meiner Kamera eine Art „Sommerbilanz am Weißen See“ zu ziehen. Und diese Bilanz fällt – wie die folgenden Fotos belegen – erschreckend aus. Auf den ersten Blick eine scheinbare Idylle mit Badenden und einer Schwanenfamilie, deren Vierlinge morgen ihren Vierteljahres-Geburtstag „begehen“ werden…

Aber bei näherem Hinsehen zeigt sich das Erschreckende in der Sommerbilanz: Der Wasserspiegel des Sees ist weiter drastisch gesunken! Das ist überall an den Ufern am freigelegten Wurzelwerk der Gehölze sichtbar. Der Weiße See, der einst vor etwa 10.000 Jahren am Ende der letzten Eiszeit entstand, droht durch die Klimaerwärmung in einer von Menschen heraufbeschworenen Heißzeit unterzugehen!

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