Frohes Jugendleben beginnt

Am Weißen See sind die ersten Küken der Wasservögel geschlüpft – ein frohes Jugendleben als Krönung der anstrendenden Brutzeit hat begonnen! Am Wochenende tauchte eine erste Entengroßfamilie mit acht Küken auf, heute präsentierte das Haubentaucherpärchen „am Schilf“ stolz seine beiden Sprößlinge: auch hier dürfte das erste Küken schon am Wochenende geschlüpft sein, bevor heute das deutlich kleinere zweite folgte.

Meine Fotos vom Nachmittag zeigen – nach einigen Bildern von der Entengroßfamilie –  das leere Nest und eine fidele Haubentaucherkleinfamilie …

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Bedrohte Akrobaten

Der Volkspark Prenzlauer Berg nimmt mit seiner Eigenart der Entstehung als Trümmerschuttberg („Oderbruchkippe“) und der danach folgenden Gestaltung als waldartiges Biotop eine Sonderstellung unter den Berliner Parkanlagen ein. Diese einzigartige Anlage läuft jetzt Gefahr, von Menschenhand durch Verwahrlosung und Vermüllung wieder zerstört zu werden. In der Öffentlichkeit wird diese Gefahr bereits thematisiert. Der BERLINER KURIER schrieb am 3. April d. J. unter dem Titel Ist das noch ein Park oder schon eine Müllhalde? u.a.: „Dass diese 29 Hektar noch als Volkspark firmieren, ist eigentlich ein Witz. Scheinbar kümmert sich keiner mehr um den ‚Volkspark Prenzlauer Berg‘ …“

Als Anwohner habe ich seit vielen Jahren das Doppelgesicht dieser Anlage mit und ohne Kamera verfolgt. Auf der einen Seite ist dieses waldartige Biotop Refugium für viele seltene Pflanzen- und Tierarten, auf der anderen Seite aber auch wegen der wachsenden Verwahrlosung und Vermüllung Anlaß für häufigen Ärger und Verdruß. Das habe ich in diesen Tagen erneut beoachtet und mit der Unbestechlichkeit der Kamera festgehalten: Müll und Schlamperei sind unübersehbar, aber auch zu meiner großen Freude manche Aktivitäten selten gewordener Fluginsekten mit fantastischer Akrobatik an den Blüten, etwa bei Bienen und Hummeln, aber auch Schwebfliegen wie der Großen Schwebfliege und farbenfrohen Wanzen wie Beeren- und Kohlwanzen …

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Aufregende Brutzeit

Die Brutzeit gehört zu den aufregendsten Zeiten im Leben der Wasservögel. Hier entscheidet sich maßgeblich das Fortbestehen der Arten. Wie so oft ist dabei der Mensch die eine Quelle von Spannungen und Unruhen, zum Beispiel durch seinen Badelärm und das Umhertollen unangeleinter Hunde, die Querelen und Bedrohungen unter den Tieren selbst sind die andere Quelle.

Meine Kamera hat in den vergangenen Tagen einiges davon eingefangen. Im Zentrum steht das stattliche Nest der brütende Schwäne mit ihrem Sieben-Eier-Gelege samt Umfeld am Bootssteg, in dem sich eine besonders heftige Auseinandersetzung um eine Brutstätte zwischen Haubentauchern und Blässhühnern abgespielt hat, in der offensichtlich die brütenden Haubentaucher vertrieben und ihr Fünf-Eier-Gelege vernichtet wurde. Schließlich widmet sich meine Kamera auch den beiden anderen Haubentauchernestern, die ebenfalls Aufregendes durchleben. Und alles beginnt mit der bekannten Idylle, mit der der Weiße See seine Besucher empfängt …

Von der „feindlichen Übernahme“ des Haubentauchernestes samt Vernichtung des Geleges durch Blässhühner und der unermüdlichen Suche der Haubentaucher nach einem Neuanfang geht es hinüber zu den beiden anderen Nestern am Südufer des Sees, zunächst zum Nest „am Bad“ und anschließen zum Nest „am Schilf“. Und wieder sind – neben unangeleinten Hunden – die „nebenan“ nistenden Blässhühner die Hauptunruhestifter …

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