Sommertag im Mai

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Ein Bilderbuch-Sommertag war das heute – und das im Mai! Meteorologisch gilt als „Sommertag“, wenn die Tageshöchsttemperatur mindestens 25 Grad C erreicht, und das war heute auch in Berlin mit 28 Grad deutlich erreicht worden. Ich war mit meiner Kamera am Weißen See und Fennpfuhlsee unterwegs, um etwas von diesem bunten Sommertag im Mai mit seinen unendlichen Facetten einzufangen.

Wie immer gilt am Weißen See den Schwänen die größte Aufmerksamkeit. Dabei wird es zur Gewißheit: Das bisher allein auf dem See lebende Schwanenpaar muß sich offensichtlich das Revier mit weiteren Schwänen teilen: den beiden Jungschwänen vom Vorjahr und zwei weiteren Schwänen. Sie haben sich irgendwie miteinander arrangiert, wenn auch die Altschwäne immer wieder ein paar schwache Versuche einer Vertreibung andeuten, aber offenkungig dazu nicht mehr ausreichend Kraft besitzen. Die zweite Auffälligkeit: Das alte „heimische“ Pärchen hat bisher noch nicht mit der Brut begonnen. Die Schwänin sitzt unruhig auf dem alten Nest, ohne dass bisher ein Gelege erkennbar ist. Die übrigen Wasservögel, vor allem die Haubentaucher und Stockenten, widmen sich fürsorglich ihren Küken – trotz der Bedrängnis durch Badegäste, Hunde und so weiter …

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Das Auffälligste am Fennpfuhlsee ist das Schwanennest mit dem brütenden Paar. Sogar die Presse nahm davon Notiz: Am 18. Mai brachte die „Berliner Woche“ dazu einen kleinen Artikel samt Fotos und legte sich auf einen fragwürdigen Termin fest: „… spätestens Mitte Juni müssten die Schwanenküken schlüpfen“. Auch die Blässhühner vom Fennpfuhlsee machen von sich reden: Bisher sind in mehreren Nestern 20 Küken geschlüpft …

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Blässhuhnküken am Fennpfuhlsee

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Jahrelang wurde das Brutgeschehen bei den Wasservögeln am Weißen See mehr oder weniger aufmerksam verfolgt und kommentiert. In diesem Jahr ist das etwas abgeflaut, nicht zuletzt durch die Veränderungen bei dem alten Schwanenpärchen.

Um so erstaunlicher, dass gerade in diesem Frühjahr am unweit entfernten Fennpfuhlsee ein intensiveres Brutgeschehen zu beobachten ist. Neben den brütenden Schwänen konnte ich mich heute auch an zwei Blässhuhn-Großfamilien mit ihren jeweils sechs Küken erfreuen. Meine Kamera war bei einer dieser Familien zu Gast und fing ein paar Bilder von einem typischen Blässhuhn-Unterricht ein …

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„Der Mai ist gekommen“ – und wie!

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Kein Monat ist in Gedichten und Liedern so intensiv präsent wie der Mai – von Johann Wolfgang von Goethes „Wie herrlich leuchtet / Mir die Natur …“ über Heinrich Heines „Im wunderschönen Monat Mai …“ bis Nikolaus Lenaus „Lieblich war die Maiennacht …“. Auch das Frühlingsgedicht von Emanuel Geibel aus dem Jahre 1841 „Der Mai ist gekommen“, vertont von J.W. Lyra ein Jahr später, gehört dazu. Die sechste und letzte Strophe endet mit der Zeile: „Wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt“.

Natürlich hatte der Dichter vor 175 Jahren nicht die globalisierte „weite Welt“ von heute vor Augen, sondern vermutlich eine ähnlich sprießende und blühende „weite“ Mai-Natur wie unsere in diesen Tagen. Ich habe Geibels Hurra-Ruf „Der Mai ist gekommen“ gestern und heute bei meinen Kiez-Streifzügen nachempfinden können – und ein wenig davon am Weißen See und Fennpfuhlsee mit der Kamera festgehalten …

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Besonders rund um das Brutgeschehen bei den Wasservögeln ist Geibels Ausruf „Wie bist du doch so schön“ erlebbar. Am Weißen See starteten gestern gleich acht Schwäne in den Mai, merkwürdigerweise in friedlicher Eintracht; am Fennpfuhlsee erwartet das Schwanenpärchen sechs Küken …

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Auch bei den Haubentauchern und anderen Wasservögeln wird weiter fleißig gebrütet, die ersten Küken wagen sich auf den See, kritisch beäugt von manchem „Zuschauer“ …

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