„Geschmückt in gleicher Herrlichkeit“

Nach den goldenen Spätherbsttagen kamen über Nacht die spätherbstlichen Fröste zurück – und damit Reif und Raureif, die mit ihren feinen Eiskristallen die Landschaft in einen weißen Zauber hüllen. Ganz so, wie es der Dichter Nikolaus Lenau (1802-1850) in dem oben zitierten Raureif-Gedicht im letzten Vers ausdrückt.

Also nahm ich heute Morgen meine Kamera, setzte mich aufs Fahrrad und schaute mir die „Herrlichkeit“ ganz aus der Nähe an – im Naturschutzgebiet der ehemaligen Falkenberger Rieselfelder. Aber bevor ich dort ein überraschendes „Eisbaden“ erleben sollte, gab es erst einmal auf dem Barnimer Dörferweg dorthin Raureif-Herrlichkeiten in Hülle und Fülle…

Und dann die Überraschung auf dem Überschwemmungsareal des Falkenberger Naturschutzgebietes: Neben dem einsamen Schwanenpärchen „badete“ die kleine Herde der Liebenthaler Wildlinge im eiskalten Wasser!

 

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Park Sanssouci im Herbstglanz

Noch einmal zeigte sich der Goldene Herbst von seiner besten Seite. Ich erlebte ihn gestern im Park Sanssouci in Potsdam. Diese 289 Hektar große (zum Vergleich: Großer Tiergarten in Berlin 186 Hektar) Parkanlage ist mit ihren Schlössern und Tempeln weltbekannt. Ein Besuch lohnt sich zu allen Jahreszeiten – aber am schönsten präsentiert sich der zwischen 1745 und 1747 entstandene Park im Goldenen Herbst. Meine Fotos können nur einen kleinen Teil von dem erlebten Herbstglanz wiedergeben.

Zunächst gilt die Aufmerksamkeit den weltberühmten Bauwerken im Herbstschmuck ihrer Umgebung: allen voran dem Schloss Sanssouci mit der Grabstätte Friedrichs II. (schon 1745 angelegt, aber erst seit 1991 Grabstätte), ferner dem zwischen 1763 und 1769 am Westrand des Parks errichteten Prunkschloss Neues Palais mit seinen etwa 200 Schlossräumen und dem Orangerieschloss, errichtet von 1851 bis 1864 am Nordrand der Parkanlage. Aber auch die anderen Sehenswürdigkeiten wie etwa die Historische Mühle am Schloss Sanssouci, der Freunschaftstempel und Gitterpavillon nahe dem Neuen Palais machen in ihrem herbstlichen Ambiente eine gute Figur…

Mögen in- und ausländische Touristen voller Ehrfurcht vor diesen Stätten des Weltkulturerbes verharren – meine Kamera suchte auch die Schönheiten der Natur abseits der allgemeinen Aufmerksamkeit. Denn auch dort lohnt sich mancher Blick…

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Erste Vorboten des Winters

Was ist das für ein Gegensatz: Während der Monstersturm „Sandy“ an der Ostküste der USA wütet und Millionen Menschen ruiniert, zaubern die ersten Nachtfröste hier bei uns ihre fantastischen Spuren in die Landschaft! Tod und Zerstörung dort, friedliche Idylle hier – und das alles ist eine Natur: weitgehend unberechenbar, launisch, zerstörerisch und auch so schön. „Die Natur ist unerbittlich und unveränderlich, und es ist ihr gleichgültig, ob die verborgenen Gründe und Arten ihres Handelns dem Menschen verständlich sind oder nicht!“ Das schrieb der große italienische Naturforscher Galileo Galilei (1564-1642) fast genau vor 400 Jahren, am 21. Dezember 1613.

„Sandys“ Toben kann ich nur aus der Ferne verfolgen, die ersten Vorboten des kommenden Winters dagegen konnte ich gestern Morgen mit meiner Kamera hier im Kiez einfangen. Obwohl der erste Raufrost alle Jahre wieder an den bodennahen Pflanzen und Gegenständen seinen Zauber in Gestalt feiner kristalliner Nebelfrostablagerungen versprüht, ist es stets aufs Neue ein fantastisches Naturschauspiel, dem man sich einfach nicht entziehen kann…

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