Winter im Sparmodus

Der Winter hat sich doch noch nicht in die „rauhen Berge“ zurückgezogen. Er hat auch seit zwei Wochen mehr als nur eine Pause gemacht. Er quält sich über die Runden – im „Sparmodus“.

Gestern Morgen überraschte er mit einer dünnen Schneeeinlage, zum Verdruß der Frühblüher, die sehnsüchtig auf mehr Sonne warten. Ich war mit der Kamera unterwegs, um etwas von dem winterlichen „Sparmodus“ einzufangen: am Fennpfuhlsee, im Volkspark Prenzelberg gegenüber und einem kleinen Abstecher in den Volkspark Friedrichshain. Dort entdeckte ich sogar den ersten Krokus, gerade erst „geschlüpft“, völlig unscheinbar, zu meiner Freude. Natürlich bekam er einen zentralen Platz in diesem Blogbeitrag: im Zentrum des Headfotos und als i-Tüpfelchen am Schluss…

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Wir sind da!

Ob der Winter nur eine Pause macht oder sich schon „in die Berge“ verzogen hat, weiß keiner. Aber sicher ist, dass sie alle schon da sind – die Vorboten des Frühlings: die Winterlinge, Schneeglöckchen, Hasel- und Weidenkätzchen, und auf dem Sprung liegen die Gemeinen Mahonien und Krokusse. Ich habe sie alle – bis auf die Krokusse – in den vergangenen Tagen an verschiedenen Standorten gesucht, gefunden und fotografiert – und will sie nun sortiert in einer kleinen Vorfrühlings-Gala präsentieren…

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Befürchtungen noch übertroffen

Mein Neujahrsmorgen ist seit Jahren besetzt: Die Böllerei in der Silvesternacht macht es erforderlich, das Ausmaß und die Folgeschäden mit der Kamera zu dokumentieren. Die Ergebnisse habe ich seit zehn Jahren in Blogartikeln festgehalten. Die Tendenz ist eindeutig: Umfang und Folgeschäden haben von Jahr zu Jahr zugenommen. Im abgelaufenen Jahr bestand die Befürchtung, dass nach dem Corona-Stopp für die Böllerer ein „Nachholbedarf“ besteht und die gestrige Silvesternacht besonders schlimm wird.

Und die Befürchtungen sind nicht nur eingetroffen: „Unsere Befürchtungen wurden von der Realität noch übertroffen“, bilanziert Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH) die Silvesternacht“ und spricht von „schrecklichen Folgen dieser Nacht“, in der Deutschland „eine Aggressivität in einer noch nie dagewesenen Form“ erlebte.

Ich beobachtete gestern mit der Kamera die exzessive Böllerei. Nie zuvor war unser Fennpfuhlkiez einer solchen akustischen Gewalt und Staubbelastung ausgesetzt wie gestern Nacht. Heute Morgen wurden die hinterlassenen Spuren sichtbar, von denen sich einige in den Fotos zeigen, vor allem die enormen Kaliber der Geschosse und die Dimensionen der Batterien. Menschen und alle anderen Lebewesen wurden dadurch schwerer denn je belastet. Mein Headfoto zeigt den ganzen Wahnsinn dieser Böllerei: Selbst die ersten Schneeglöckchen im Fennpfuhlpark blieben nicht unberührt – ein Bild mit Symbolcharakter

Ergänzung am 2. Januar 2023:

Auch einen weiteren Tag später waren die Spuren der Silvesterböllerei im Fennpfuhlkiez noch immer unübersehbar. Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey zeigte sich heute erschüttert von dem Ausmaß an Gewaltbereitschaft und Zerstörung besonders in Berlin und stellte fest, daß das „mit dem feierlichen Begrüßen des neuen Jahres nichts zu tun“ habe (Berliner Kurier, 02.01.23, S. 6). Mich empört besonders, daß direkt vor unseren Augen, am Kinderspielplatz an der Otto-Marquardt-Straße, noch immer der für Kinder gefährliche Silvester-Böllermüll lag – und auch verbreitet an anderen Stellen…

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