Bunt und schön wie eh – aber immer seltener

Der Hochsommer hat in den vergangenen Tagen eine kleine Atempause eingelegt. Mini-Regenschauer bei uns konnten zwar die Dürre nicht beheben, aber der Natur etwas Belebung verschaffen – vor allem den Fluginsekten. Endlich konnte sich meine Kamera wieder an dem herrlichen Sommerbunt im nahen Biotop ergötzen – ganz so, wie es einst J.W.v. Goethe in einer vergleichbaren Situation empfunden haben mag: „Ich ergötze mich am Bunten, / Ich erquicke mich im Blau.“

Das Blau der Wegwarte (Zichorie), die Violett-Farbtöne der Kratzdisteln und Filzkletten und vor allem das bunte Outfit der Schmetterlinge, Bienen und Hummeln, Rosenkäfer und Schwebfliegen vermitteln den Eindruck: Bunt und schön wie eh. Aber gleichzeitig ist unübersehbar: Dieses herrliche Sommerbunt wird immer seltener – die Zahl der Fluginsekten wird immer kleiner, die Zeit wird immer länger, bis meine Kamera sie erspäht …

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Eine neue Entscheidung im Schwanennest?

7. Juli, endlich der langersehnte Regen – auch am Weißen See. Während die Lebewesen danach lechzen und auch der See einige Tropfen abbekommt, steht die Schwanenfamilie vor einem Problem: Was wird mit der Brut der drei Eier? Die Zeit ist bereits um einige Tage überschritten, und der kleine Schwanito drängt immer mehr zu Ausflügen auf den See.

Ich habe heute trotz des Regens – natürlich auch mit der Kamera – etwas länger beobachtet, ob die Schwäne eine Entscheidung über den Fortgang der Brut erkennen lassen. Und am Ende des Tages meine ich: Eine neue Entscheidung im Schwanennest scheint erst einmal gefallen zu sein. Wenn das Gelege von den Schwänen fast zwei Stunden im kalten Regen offen unter freiem Himmel gelassen wird, spricht das für Aufgabe der Brut. Ob das schon endgültig ist, werden die nächsten Tage zeigen.

Jedenfalls fielen mir bei der Ansicht der Fotos einmal mehr die herrlichen Worte aus einem der schönsten Gedichte von J.W. v. Goethe ein: „Auf des Glückes großer Waage / Steht die Zunge selten ein; …“ (letzte Fotokarte).

Ergänzung am 8. Juli 2022:

Auf des „Glückes großer Waage“ hat das Zünglein wieder einmal zu Ungunsten der Schwäne ausgeschlagen. Was sich gestern abzeichnete, scheint heute bestätigt: Die Schwäne haben das Ausbrüten der drei verbliebenen Eier im Nest abgebrochen, die Eier waren heute Morgen auf unerklärliche Weise sogar verschwunden. Näheres war unbekannt.

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Ein Triumph über den Vandalismus

Auf den Tag genau zwei Monate nach der Zerstörung des Schwanengeleges haben „Schwanita“ und „Schwani“ mit viel Mühe ihren zweiten Anlauf geschafft.

Gestern Abend kurz nach 20 Uhr ist das erste Küken geschlüpft. Aber die beginnende Dunkelheit und Abendkühle mahnten die Schwänin zur Vorsicht, kaum einen Blick auf ihr Werk zuzulassen. Um so schöner heute Morgen meine erste Kameraicht auf den „Triumph über den Vandalismus“ vom 1. Mai

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