Kein Platz für die Schwäne

Heute ist „Siebenschläfer“ – ein Tag, an dem ich mich traditionell mit der Kamera in der Natur umschaue. Natürlich auch wegen der Legende, dass dieser Tag laut Volksmund das Wetter der kommenden sieben Wochen anzeige. Vor allem aber wollte ich mich erneut am Weißen See umschauen, was sich eine Woche nach den schlimmen Vorkommnissen getan hat. Immerhin gab es danach manche vollmundigen Worte, etwa von Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke), der laut Tagesspiegel/Newsletter für die entsprechenden Ortsteile vom 24.06.21 erklärt hatte, dass Polizei, Ordnungsamt und Grünflächenamt nun „abgestimmt auf die Lage reagieren wollen“.

Auch meine heutige Umschau fällt nüchtern aus: Es hat sich noch nichts getan. Der Wasserstand im See ist nicht erkennbar gestiegen, das Badeverbot außerhalb des Freibades wird in keiner Weise eingehalten, übervölkerte Lagerwiesen, die Schwäne finden keinen Platz an Land für des lebensnotwendige Grün, Anwesenheit von Ordnungskräften Fehlanzeige…

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Weißer See weiter im Rampenlicht

Der Weiße See stand in den letzten Jahren und Monaten schon öfter im Rampenlicht – und in der Kritik. In meinen Blogartikeln ist seit zehn Jahren viel davon die Rede. Neben den schleppenden Maßnahmen zur Hebung des Wasserstandes im See war das immer wieder die Kritik an der beschleunigten Übernutzung und Fehlnutzung des Sees und seines Parks.

Was aber nun in den letzten Tagen am See geschah, ist in diesem Ausmaß noch nie dagewesen. In nur vier Tagen, vom 17. bis 20. Juni, kam es bei dem anhaltenden Hochsommerwetter um die 30 Grad C zu einem kaum fassbaren Ansturm auf den See mit allen „Hinterlassenschaften“ einer spontanen, übermäßigen Ballung von Menschenmassen. Der Verein „Parkfreunde Weißensee e.V.“ zieht eine überaus traurige Bilanz:

ein Toter durch einen Badeunfall, sechs Menschen, die sich beim Schwimmen über den See überschätzt hatten und Hilfe benötigten, zwei Schwerverletzte durch vorsätzliche Körperverletzung, Sachbeschädigungen, lautstarke Partys mit Grillen und offenen Feuerstellen, Wegwerfen größerer Mengen von Glasscherben und Müll, „endlose Noteinsätze“, 68 Anrufe im Strandbad wegen Ruhestörung usw.

Dazu kommt ein weiter sinkender Wasserstand im See – trotz der Mitteilung vom 3. Juni, dass nunmehr der neue Tiefbrunnen mit der Filteranlage in Probebetrieb gegangen seien. Bei meinem heutigen Besuch am See fand ich allerdings einen gegenüber Anfang Juni weiter gesunkenen Wasserstand vor. Die Wasservögel, allen voran die Schwäne, haben große Mühe, mit den Schwierigkeiten fertig zu werden…

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Libellen im Spreewald

Wer so ein „Pokerface“ vor die Kamera bekommen will, sollte einfach mal in den Spreewald fahren! Als Startort bietet sich auch dafür Lübben an, die über 870-jährige historische „Perle des Spreewaldes“, der seit 1999 „Staatlich anerkannte Erholungsort“. Wenn man wie ich vorgestern vom Bahnhof über den Lübbener Hain und kurz danach vorbei am Stadtzentrum mit dem Markt, der Paul-Gerhardt-Kirche und der Schlossinsel zum Deich entlang der Hauptspree gelangt, ist schon mittendrin im „Paradies der Spreewald-Libellen“…

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar