Neues Leben im Schwanennest

Es ist wieder soweit: Seit heute Abend gibt es das von vielen erwartete und von manchen mehr oder weniger treffend „errechnete“ neue Leben im Schwanennest am Weißen See. Nach meiner Kalkulation zwei Tage zu früh, aber vorsichtshalber fuhr ich am Morgen mal zum Nest, um den Stand zu erkunden.

Damit beginnt meine heutige Blog-Fotoserie. Die beiden Fotos vom Vormittag lassen auf den „ersten Blick“ noch nicht ahnen, was an diesem Tag im Nest passieren wird. Aber auf den „zweiten Blick“ fällt an einem der sieben Schwaneneier ein kleines Loch auf – sollte das etwa das erste Zeichen des unmittelbar bevorstehenden Schlupfs sein? Gegen Abend mußte ich daher erneut den See aufsuchen, um nach dem Stand der Dinge zu schauen. Ähnlich dachten auch die anderen, seit Jahren bekannten Schwanenbetreuer und -verehrer – und wir erlebten gewissermaßen live vor unseren eigenen und unserer Kameras Augen die Geburt der ersten beiden Schwanenküken dieses Jahres. Ich freue mich, wie auch in allen zurückliegenden zehn Jahren zuvor, erneut diesen spannenden Vorgang mit der Kamera erlebt zu haben. Und so sieht das dann wieder mal aus …

Ergänzung, 21. Mai 2021:

Heute Vormittag bot sich im Schwanennest kein wesentlich neues Bild gegenüber dem Vortag. Die beiden Küken machten einen fidelen Eindruck, die Schwänin hatte Mühe, ihre Kleinen im Nest zu halten. Ein drittes Küken stand dicht vor dem Schlüpfen, die übrigen vier warteten noch in ihren Schalen auf besseres Wetter …

Ergänzung, 22. Mai 2021

Heute Vormittag hatte sich die Schwanenfamilie gleich um weitere vier Küken vergrößert. Die Sechslinge warteten nun auf den letzten Schlupf…

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Notschrei und Hilferuf am Weißen See

In einigen Tagen findet am Weißen See wieder das alljährliche „Schwanenfest“ statt: der Schlupf der neuen Kükengeneration. Für mich ist es gleichzeitig ein besonderes kleines Jubiläum: Seit nunmehr zehn Jahren, also seit Mai 2011, verfolge ich dieses Ereignis mit der Kamera und dokumentiere es in einem ursprünglich aus diesem Anlass gestalteten Blog. Das soll auch in diesem Jahr so sein.

Aber es wird zugleich in doppelter Hinsicht anders sein als vor zehn Jahren. Erstens ist am Weißensee der Wasserspiegel dramatisch gesunken und bedroht inzwischen gefährlich das gesamte Seebiotop. Die von den Pankower Bezirksbehörden viel zu spät eingeleiteten Maßnahmen konnten den durch Klimawandel und andere Faktoren verursachten Wasserverlust nicht stoppen. Die jüngsten aufwändigen Brunnenarbeiten verzögern sich weiter, wie die Berliner Morgenpost am 11.5.2021 in einem längeren Beitrag beschrieben hat. Dort heißt es u.a.: „Pankows Rettungsplan verzögert sich erneut. Ab Sommer läuft ein neuer Brunnen 180 Tage nonstop. Hunderte baden im Weißen See illegal.“ Und damit ist der zweite Punkt angesprochen: Die menschliche Übernutzung und Fehlnutzung des See und seiner angrenzenden Wiesen, zuletzt verstärkt durch die Schließung des Bades infolge der Coronapandemie und den dadurch ausgelösten Sturm der Bade- und Sonnenhungrigen auf die illegalen Badestellen.

Ich habe in den vergangenen Tagen zu diesen beiden erwähnten Fehlentwicklungen einige Bilder mit der Kamera eingefangen. Zudem habe ich aus dem Archiv einige zehn Jahre alte Fotos zum Vergleich herangezogen, um die Veränderungen zu zeigen…

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Reges Treiben am Fennpfuhlsee

Ein Sonntag im Vollfrühling am Fennpfuhlsee, wie er im Buche steht: Baum- und Strauchblüte, eine seltene Wasserschildkröte, reichlich Wasservögel, umhertollende junge Eichhörnchen – und Überraschungen auch bei den Fennpfuhlschwänen!

Bereits seit dem Winter hält sich wieder ein Soloschwan am See auf. Keiner kann genau sagen, woher er kam, ob er schon früher mal am Fennpfuhlsee war oder etwa aus den Nachkommen der Schwanenfamilie vor einigen Jahren stammt. Jedenfalls gesellte sich vor einiger Zeit eine noch sehr junge Schwänin hinzu, zugeflogen vom Weißen See (nach Silvio G.). Beide schlossen „Freundschaft“, und in jüngster Zeit wollen Passanten sogar Paarungs-„Versuche“ gesehen haben. Dieses „Pärchen“ unternimmt nun Versuche, ein Nest zu bauen, und zwar an verschiedenen Stellen des Seeufers. Vorsichtshalber hat die zuständige Lichtenberger Behörde erstmal einige Dutzend Meter Seeufer abgesperrt, um aufdringliche Passanten zurückzuhalten. Meine Kamera fing gestern sogar einige heftige Attacken des Ganters gegen Passanten ein …

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