Und wieder Trauer am Weißen See

Inzwischen leuchtet der Weiße See im Herbstgold. Der Wasserstand hat sich zwar seit dem Sommer um einige Zentimeter erhöht, bleibt aber noch immer weit unter Normal zurück. Gibt vor allem dies weiterhin zu großer Besorgnis Anlass, kommt seit letzter Zeit weiteres hinzu: die Sorge um die Schwäne. hatte sich durch den Leichtsinn einiger Angler im Umgang mit ihrem „Werkzeug“ bereits vor Wochen der Ganter schwer verletzt und mußte in tierärztliche Behandlung gebracht werden, wobei bis heute über sein Schicksal nichts bekannt ist, hat es nun auch den ersten Jungschwan der Siebenlinge getroffen: Er verschluckte ebenfalls einen Angelhaken und mußte von der Tierrettung in medizinische Obhut gebracht werden.

Ich habe heute mit einigen Fotos am Weißen See sowohl den Goldenen Herbst und den Wasserniedrigstand als auch die Situation um die verkleinerte Schwanenfamilie eingefangen…

Ergänzung am 28.10.2020:

Überraschend ist gestern der Schwanenvater geheilt aus der Tierklinik entlassen und an den Weißen See zurückgebracht worden. Drei Fotos von Ralf Gräfenstein dokumentieren das Ereignis. Sie zeigen einerseits die Überraschung der Schwäne, andererseits aber auch den raschen Übergang in das gewohnte „Familienleben“. Zwischen dem ersten und dritten Foto liegt ein Zeitabstand von nur 35 Minuten.

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Engagierte Selbsthilfe am Weißen See

Ein ungemütlicher herbstlicher Samstagmorgen heute – und dennoch Grund zur Freude am Weißen See. Eine engagierte Gruppe von Parkfreunden hatte sich zur Selbsthilfe entschlossen: zur Entmüllung des Parks und der Ufer des Weißen Sees. Eine tolle, vorbildliche Aktion zur Beseitigung gröbster Verunreinigungen, die die Übernutzung des Sees und der Wiesen im heißen Sommer durch rücksichtslose Badegäste hinterlassen hatte. Eine tolle, vorbildliche Aktion, an der sich Frauen und Männer, Junge und Ältere beteiligten und manch Erstaunliches zu Lande und aus dem Wasser zutage förderten – von persönlichen Utensilien über kleine Bierlager bis hin zu gefährlichen Verletzungsgegenständen für die Schwäne. Meine Kamera hat einiges davon festgehalten.

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Herbstglanz mit Trauerflor

Der Goldene Herbst ist dabei, die Natur wieder zu verzaubern. In den vergangenen Tagen erlebte und fotografierte ich das an mehreren Schauplätzen: in Wäldern im Potsdamer Raum, im nahen Volkspark Prenzlauer Berg und nun heute auch am Weißen See. Aber nur etwa zwei Drittel dieses Blogbeitrages kann ich dem Herbstglanz widmen – leider trägt das letzte Drittel einen Trauerflor. Warum?

Am Weißen See ereignete sich am vergangenen Mittwoch wieder einmal ein kleines Drama. Das „Oberhaupt“ der Schwanengroßfamilie, der Ganter, hat sich schwer verletzt. Er geriet auf dem See in ungesicherte ausgelegte Angeln und verschlang dabei einen Angelhaken. Aufgeregte Passanten versuchten, sofort Hilfe zu organisieren, was jedoch mißlang. Erst das beherzte Handeln von Ralf Gräfenstein, der schon die Umsetzung der zugeflogenen agressiven Schwäne vor zwei Wochen organisiert hatte, führte gestern zu einem Abtransport des schwerverletzten Ganters in tierärztliche Bahandlung, so dass der Schwan operiert werden konnte. Wir wünschen ihm gute Heilung! Wie ich die Schwänin, die offensichtlich selbst verletzt ist, mit ihren sieben „großen Kindern“ heute erlebte, zeigen einige Bilder im letzten Drittel dieses Beitrages…

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