Gefährliche Attacke glücklich überstanden

Nach fast drei Wochen ist dies ein Versuch, einen weiteren Blogbeitrag zu starten. Es gibt eine technische Panne, die nicht in meinem Einflußbereich liegt. Daher sich auch noch immer alle jüngeren Beiträge in der Bildwiedergabe gestört. Ich hoffe, dass dies bald behoben werden kann.

Mein heutiger Beitrag betrifft ein Ereignis am Weißen See vom vergangenen Wochenende. Zahlreiche Passanten erlebten auf dem von Dürre und Wassermangel gezeichneten See die Landung von zwei fremden Schwänen. Es begann eine heftige Attacke auf die heimische große Schwanenfamilie. Im Verlauf der Auseinandersetzungen wurden offensichtlich beide heimischen Elterntiere verletzt. Stark behindert in ihrer Verteidigungsfähigkeit, flohen die einheimischen Schwäne bei den ständigen gefährlichen Attacken der Eindringlinge auf die Uferwiesen…

Am Sonntagmittag, als die heimischen Schwäne unter den Attacken der beiden Eindringlinge deutliche Schäden erlitten hatten, wurde die Tierrettung um Hilfe bemüht. Es gelang, die Eindringlinge einzufangen und an die Havel umzusetzen. Gestern und heute, als ich den See besuchte, war fast wieder Normalität eingetreten. Die Verletzungen der heimischen Schwäne scheinen weniger gravierend zu sein als zunächst befürchtet – der Schwanenalltag nahm wieder seinen Lauf…

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Libellen-Show im Spreewald

Den nachträglichen Spätsommertag nutzte ich vorgestern noch einmal zu einem Ausflug in den Spreewald, sozusagen als Teilnehmer an einer Show besonderer Art. Denn zu den Charaktertieren des Spreewaldes gehören nicht nur Mücken, Biber und Kraniche, sondern auch Libellen. Weltweit soll es etwa 5 689 bekannte Libellenarten geben, nur ein denkbar kleiner Teil davon lebt auch im Spreewald. Aber sie stehen bei mir besonders im Fokus, wenn ich mich im Spreewald befinde. Und das ist kein Zufall. Libellen sind nicht nur ausgesprochen hübsche Tiere, sondern auch erstaunliche Athleten und Künstler. Kein Wunder, dass sie zum Beispiel von Esoterikern als „Krafttiere“ besonders geschätzt werden: „Die elegante Libelle zeichnet vor allem ihre Flexibilität aus. Sie trifft blitzschnelle Entscheidungen, erhöht ihre Geschwindigkeit innerhalb von Sekunden. Sie lehrt uns, uns schneller für eine Richtung zu entscheiden, unseren Lebensweg voller Hoffnung zu gehen. Durch sie ändern wir den Blickwinkel, öffnen uns für Unvorhergesehenes“, heißt es in einer „Spirituellen Lebensberatung“.

Immerhin bekam ich in nur wenigen Stunden Exemplare von vier der 5 689 Libellenarten (das sind gerade mal 0,07 Prozent) vor meine Kamera, nämlich: Gemeine Binsenjungfer, Blaue Federlibelle, Blauflügel-Prachtlibelle und Blutrote Heidelibelle. Nur vier Libellenarten – aber einmal mehr ein schöner Einblick in die grandiose Natur : „Wie ist die Natur doch im allgemeinen so schön! “ (Heinrich Heine, Die Harzreise, 1824)

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Trauriger Sommerabschied am Weißen See

Der Herbst klopft an die Tür: Morgen verabschiedet sich der sog. meteorologische Sommer. Obwohl dieser Sommer nicht der wärmste aller Zeiten war, war er bei uns wieder ein Dürresommer – der dritte hintereinander im Zuge des Klimawandels. Nach den vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) lag die bundesweite Durchschnittstemperatur dieses Sommers bei 18,2 Grad C und damit um 1,9 Grad über dem Mittel der international gültigen Vergleichsperiode 1961-1990. Die Sonnenscheindauer war in diesem Sommer etwa 10% höher.

Ich habe heute mit der Kamera einen Blick auf die Bilanz des Dürresommers am Weißen See geworfen. Und danach gibt es keinen Zweifel: Diese Bilanz fällt trauriger denn je aus. Der Wasserstand ist noch mehr gefallen. Allein des Headfoto zeigt die ganze Dramatik: Die Aussichtsplattform am „Milchhäuschen“, einst ins Wasser gebaut, steht inzwischen auf dem Trockenen! Ein ähnliches Bild zeigen auch die Umgebung des diesjährigen Schwanennestes und an der „alten Weide“ sowie etliche Uferabschnitte. Ein gespenstisches Bild, eine Kulisse für Horrorfilme oder fremde Planeten! Dazu die unverminderte „Übernutzung der Uferbereiche“ (Jürgen Erdmann), die den Wasservögeln, vor allem den Schwänen und Graureihern, das Leben schwer macht…

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