Trügerische Idylle

Bald ist es soweit, die Brutzeit der Schwäne am Weißen See geht in etwa einer Woche zu Ende. Auf den ersten Blick bietet sich ein idyllisches Bild: Eine scheinbar stille Ecke zwischen Schilf und durch den niedrigen Wasserstand freiliegendem Wurzelwerk, das dazwischen angelegte hohe und große Schwanennest mit der darauf brütenden Schwänin und dem Schwanen-„Wächter“ in unmittelbarer Nähe, der eine Stockente in Schach hält. Und nur wenige Meter entfernt ziehen Haubentaucher mit ihren Küken friedlich vorbei.

Aber es ist eine trügerische Idylle. Die Stille und Beschaulichkeit ist nur die eine Seite. Ich habe heute mit der Kamera auch die andere Seite erlebt: die Rastlosigkeit der Wasservögel selbst in der Brutphase, etwa wenn die Schwänin das Nest kurzzeitig verläßt und danach das in der kalten Nacht tief zugedeckte große 8-Eier-Gelege wieder „tagfertig“ macht oder wenn der Ganter völlig „übermotiviert“ friedliche Graugänse verjagt. Und schließlich als Krönung der trügerischen Idylle: Das urplötzliche Auftauchen eines „Monsterfisches“ von vielleicht 50 oder mehr Zentimeter Länge, den ich mal in Anlehnung an das „Ungeheuer von Loch Ness“ in Schottland als „Nessie vom Weißen See“ (letzte vier Fotos) bezeichnen würde…

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Haubentaucher ganz in Familie

Während die Schwäne am Weißen See ihr freudiges Ereignis noch vor sich haben, führen einige Haubentaucherfamilien ihre Küken schon über den See. Ich nahm mir heute bei schönem Sonntagswetter viel Zeit, um mit der Kamera einmal „Haubentaucher ganz in Familie“ zu beobachten – und die Bilder sprechen für sich…

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Frühlingsfeier der Natur

Der Rausch des Vollfrühlings hält noch an. Nach den Besuchen am Weißen See und Fennpfuhlsee zog es mich heute bei dem Prachtwetter auch zum Obersee und Orankesee. Was ich auch dort mit der Kamera einfing, läßt sich kaum besser als mit einem hier im Blog schon oft zitierten Dichterwort von Ch. F. Hebbel (1813 – 1863) ausdrücken. Der hatte unter dem Eindruck eines fulminanten Herbstmorgens das schöne Bild von der „Feier der Natur“ geprägt: „O stört sie nicht, die Feier der Natur!“ Und das gilt auch voll und ganz für meine heute erlebte Frühlingsfeier der Natur. Dabei zelebrierte besonders das Schwanenpärchen vom Obersee auf seiner kleinen abgeschiedenen Insel alles Schöne, was man von einer solchen Frühlingsfeier nur erwarten kann …

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