Guten Tag, liebe Welt!

Der Weiße See hat sich trotz seines anhaltenden niedrigen Wasserstandes „Mühe gegeben“, einen schönen Mai-Schmuck anzulegen. Klatsch-Mohn lockt schon von weitem in leutendem Rot Bienen und Hummeln an, Heckenrosen möchten dabei nicht nachstehen und viele Wasservögel präsentieren stolz ihren Nachwuchs, so auch die ersten Blässhühner. Und die Schwäne? Gestern deutete noch nichts auf den Kükenschlupf hin …

Und dann heute Morgen der Paukenschlag: Das erste Küken ist geschlüpft! Es machte sofort einen fidelen Eindruck – und ersehnte im Laufe des Tages ungeduldig seine Geschwister …

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Noch gibt es sie!

Bei herrlichem Sommerwetter fuhr ich gestern nach Potsdam, wo das sogenannte Atlasfest im Zusammenhang mit dem Internationalen Museumstag begangen wurde. Mich interessierten dabei weniger Trubel und Heiterkeit, sondern mehr der Namensgeber „Atlas“ und das, was jener für mich heute mit seinem starken Symbolgehalt bedeutet – und das führte mich schließlich auch zu den Bienen auf der benachbarten Freundschaftsinsel. Diesen Zusammenhang habe ich vorab im Headfoto versucht darzustellen und will es nun weiter in Bild und Wort illustrieren.

Die vergoldete Atlasfigur, die die Kuppel des Potsdamer Alten Rathauses am Alten Markt schon seit 1754 zierte, ursprünglich aus 120 Zentner Blei, später aus 12 Zentner Kupfer, mehrfach erneuert, in heutiger Gestalt seit 2008, erinnert an einen der großen Titanen der altgriechischen Mythologie: Atlas, neben Prometheus und anderen einer der Söhne von Iapetos aus dem ältesten Göttergeschlecht der Alten Griechen, stützt und trägt die riesige Last des Himmelsgewölbes, der damals bekannten ganzen Welt. Atlas muß die große Last der Welt stützen und tragen!

Da bietet sich ein schöner, treffender Vergleich mit unserer heutigen Welt an. Ist die „Last der Welt“ samt der Belastung, die dem Planeten und der Menschheit aufgebürdet wurde und wird, seit Atlas‘ Zeiten nicht um ein Vielfaches gestiegen? Und nimmt sie nicht gerade in unserer Zeit dramatisch zu durch: Bevölkerungs- und extensives Wirtschaftswachstum, Planetenplünderung, Waldabholzung, Klimawandel, Folgen des Artensterbens, zum Beispiel bei Insekten mit ihrer gigantischen Bestäubungsleistung? Jedenfalls der jüngste 1800-Seiten-Bericht des UN-Biodiversitätsrates (IPBES) von Anfang Mai 2019 bestätigt es in eindrucksvoller Weise; bezogen auf das Artensterben bei Pflanzen und Tieren titelte dazu der BERLINER KURIER mit den apokalyptischen Worten am 7. Mai 2019: „Das Leben verlässt den Planeten.“ (Siehe dazu besonders das vorletzte Bild)

Und damit wäre ich bei den Bienen gelandet, nebenan auf der Potsdamer Freundschaftsinsel. Das Blumenparadies präsentierte sich am gestrigen warmen Sommertag in seiner ganzen Pracht. Herausragend dabei die vielen Rosenarten in ihrer knallbunten Vielfalt. Ich hatte an diesem Tag Glück, dass ich die Pfingstrosen überwiegend kurz vor der Blüte mit ihren herrlichen gemusterten kugelförmigen „Köpfen“ vor die Kamera bekam – und damit auch die Bienen, die sich hier ausgiebig am Nektar und Morgentau labten. Im Schlußbild lasse ich eine von ihnen mahnen: Es gibt uns noch! Der Titan Atlas nebenan am Alten Markt jedenfalls mahnt, die Belastung unseres Planeten nicht noch mehr zu erhöhen …

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Ein schöner Regentag

Das war heute ein Regentag, auf den wir lange waren mußten. Der April war in Berlin und Brandenburg erneut viel zu trocken, hinzu kam eine relativ kalte erste Maihälfte, so daß sich Landwirtschaft und Gartenbau erneut große Sorgen machten. Nun scheint sich endlich eine Umstellung der bisherigen Wetterlage abzuzeichnen – der heutige ergiebige Regentag und die kommende spürbar wärmere Witterung könnten erste Signale dafür sein.

Jedenfalls schnappte ich mir heute die Kamera und stürzte mich mitten hinein ins Dauerregenvergnügen im nahen Fennpfuhlpark mit seinem fotogenen See …

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