Ostergruß

Es ist schon erstaunlich, wie alt die Symbolik des Eis und später Ostereis ist. Sie soll bis 60.000 Jahre zurück in die Geschichte der Menschheit reichen, wie Funde belegten. In den alten Kulturen der Ägypter, Sumerer und Perser spielte das Ei als Symbol für den „Ursprung der Welt“ ebenso eine Rolle wie bei den antiken Griechen und Römern. Schließlich hielt die Symbolik des Eis auch Einzug in frühchristliche Zeiten, und fortan stand das Osterei auch als Symbol der christlichen Kirchen für Wiedergeburt und Auferstehung, für den Triumph des Lebens über den Tod.

Daran werde ich erinnert, wenn ich meinen diesjährigen „Osterspaziergang“ am Weißen See mache. Neues Leben ist überall sichtbar – besonders aber bei der begonnenen Brut der Wasservögel. Die beiden Schwäne scheinen noch immer nicht zu wissen, was sie wollen, nicht einmal, ob sie ein Pärchen sind. Bei den Haubentauchern verläuft die „Brut auf den drei Nestern“ auch nicht störungsfrei: Es scheint, als wäre das Nest „an der alten Weide“ durch Blässhühner geplündert worden.

Am Ostermontag füge noch einige Fotos hinzu, die den „Ostergruß“ abrunden.

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Haubentaucher-Ästhetik

Auch am Weißen See kosteten vor allem die Haubentaucher (wissenschaftlicher Name Podiceps cristatus) am Wochenende das vorsommerliche Wetter in vollen Zügen aus. Die Hochsaison ihres Brütens hat begonnen. Inzwischen wird am Weißen See auf drei der für Haubentaucher charakteristischen schwimmenden Nester gebrütet, wie auf der Head-Fotokarte markiert: als Nummer 1 an der „alten Weide“ das wohl attraktivste Nest, das einen tollen Seeausblick sichert; als Nummer 2 und Nummer 3 zwei Nester „am Schilf“, die nur rund ein Dutzend Meter voreinander entfernt liegen, wobei Nummer 2 als älteste diesjährige Brutstätte am See bereits ein 3er-Gelege vorweist.

Ich habe mich am Wochenende wieder einmal von der faszinierenden „Haubentaucher-Ästhetik“  begeistern lassen. Vor allem ihr Kopfputz und Backenbart ist einmalig unter den heimischen Wasservögeln und prägt ihre Ästhetik: eine wunderhübsche bewegliche Haube, die aus schwarzen Scheitelfedern und einer rost- bis schwarzbraunen Halskrause besteht. Bei Gefahr spreizen die Haubentaucher diese Haube, um zusammen mit krächzendem Geschrei den Gegnern Angst und Schrecken einzujagen. Meine Kamera hat auch dieses Schauspiel eingefangen.

Dabei richtete ich die Kamera auf alle drei Nester, wenn auch teilweise nicht einfach zu erreichen, und zwar in der Reihenfolge Nummer 1 an der „alten Weide“ bis Nummer 2 und 3 „am Schilf“. Am Schluß folgen Fotos von den vier (!) Schwänen, die am vergangenen Wochenende auf dem Weißen See zu beobachten waren, erstaunlicher Weise – trotz kleiner Drohgebärden – in friedlicher Eintracht miteinander …

Ergänzung, 4. April 2017:

Alles in der Natur ist in ständiger Veränderung – auch die Situation bei den Haubentauchern am Weißen See. Heute war das „Nest 3“ nicht mehr von Haubentauchern bewohnt, sondern von einem Blässhuhn. Unter welchen Umständen diese „Eroberung“ samt Verschwinden des Ein-Ei-Geleges erfolgte, war nicht zu erkennen. Dafür hat ein anderes Haubentaucherpärchen auf einem neuen „Nest 4“ rechts vom Freibad mit der Brut begonnen …

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Super-Frühling!

Das Wetterhoch „Ludwiga“ hat dem Frühling einen mächtigen Schub gegeben. Der März wird damit deutschlandweit um mehrere Grad Wärme über dem langjährigen Mittel liegen. Meine Kamera fand dafür heute und in den vergangenen Tagen rund um den Weißen See Dutzende von Beispielen.

Neben die Frühlingsblühern und ersten Fluginsekten merkte man vor allem den Wasservögeln die Freude über das „Vom Eise befreit …“ an. Der Weiße See zeigte sich als willkommener Tummelplatz für mancherlei Gäste, darunter Graugänse und Kormorane. Ein Schwanenpaar hat wieder Einzug (oder Rückkehr?) gehalten, aber vermutlich sind es nicht „unsere Altschwäne“. Bei den Haubentauchern wird bereits auf zwei Nestern gebrütet. Der Graureiher zieht weiter seine Kreise…

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