Gasthaus „Zur Großen Klette“

1-Karte1Das anhaltende Hochsommerwetter bietet den Fluginsekten auch in Berlin viele Möglichkeiten, für sich und den Nachwuchs Nahrung zu sammeln. Immer neue „Gasthäuser“ öffnen ihre Türen. Zu den schönsten gehört in diesen Tagen die Große Klette (wissenschaftlicher Name Arctium lappa). Sie ist an Wegrändern und in Parks mit ihren bis 150 cm hohen Stängeln, den großen herzförmigen Blättern und vor allem mit ihren violettroten kugelförmigen Blütenkörbchen mit den typischen hakigen Hüllblättern einfach nicht zu übersehen – kein Wunder, dass sie heute die Aufmerksamkeit meiner Kamera fesselten …

2-DSCF4815-adb3-Karte24-DSCF4789-adbDenn die Gasthäuser „Zur Großen Klette“ sind beliebte Treffpunkte vielerlei Insekten. Hier sah ich sie alle wieder: die trickreichen Hornissenschwebfliegen, die sich wunderbar tarnen, indem sie die furchterregenden Hornissen „nachahmen“, ferner Honigbienen und Wildbienen, Erdhummeln mit ihrer hellen Hinterleibsspitze und natürlich auch manchen Schmetterling wie das Tagpfauenauge, den C-Falter und das bräunliche Große Ochsenauge …

7-DSC_2412-adb8-DSC_2422-adb9-DSC_2434-adb10-DSCF4755-adb11-DSCF4813-adb12-DSCF4772-adb13-Karte315-DSCF4822-adb14-DSCF4826-adb17-DSC_2495-adb16-DSC_2498-adb15-DSC_2507-adb

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Weitere attraktive Schönlinge

1-Karte1-2Meine Sommerparade der Naturschönheiten geht weiter: vier weitere Fluginsekten kommen hinzu. Sie sind – wie bereits im vorangegangenen Blogartikel der Pinselkäfer – in Farbe und Zeichnung auffällig hübsche Tiere, einige sind bei uns ebenfalls eher selten anzutreffen.

Die heutige Parade beginnt mit dem Bienenwolf (wissenschaftlicher Name Philanthus triangulum), der sich schon vor Jahren im Visier meiner Kamera befand. Die Weibchen werden bis 17 mm lang, die Männchen bis 10 mm. Der Name spricht für sich: Gelegentlich, aber nicht häufig, überfallen die Vertreter dieser Wespenart (aus der Familie der Grabwespen) Honigbienen auf Blüten, lähmen diese durch Gift und befördern sie in ihre unterirdischen Grabstollen (0,2 bis 1,0 m lang) hin zur Brut. Die Bienenwölfe sind an ihrem sehr großen Kopf, an ihrer Super-Taille und an ihrer markanten Zeichnung auf dem Hinterleib zu erkennen: gelb mit einigen schwarzen Binden…

2-Karte23-DSCF4231-adb4-DSCF4227-adbNächster Kandidat meiner Schönlinge ist die Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria). Ist der Bienenwolf eine Wespenart, so diese Spezies eine Fliege aus der Familie der Schwebfliegen. Sie ist mit 16 bis 22 mm noch etwas größer und gedrungener als der Bienenwolf. Aber im Unterschied zu diesem und auch zu anderen Schwebfliegen hat sie auf ihrem meist braungelben Hinterleib nur zwei breite schwarze Binden. Das Putzige daran ist, dass die Hornissenschwebfliege mit diesem „Outfit“ im Verlaufe ihrer unendlich langen Evolution das Aussehen von Hornissen „nachzuahmen“ versucht hat – und damit offensichtlich bei ihren Feinden Erfolg gehabt hat …

5-Karte3  6a-DSC_2164-adb7aDSC_2286-adbDritter im Bunde vor meiner Kamera ist der deutlich kleinere, nur bis 9 mm lange Schwefelkäfer (Cteniopus flavus), der in einschlägigen Quellen ob seiner extravaganten schwefelgelben Färbung ebenfalls als „ausgesprochen hübsch“ bezeichnet wird. Keine Überraschung, dass diese wärmeliebenden Winzlinge besonders bei der Hitze dieser Tage auch bei uns, bevorzugt auf Disteln und Dolden, eine Gastrolle geben und sich daher meist in der Nähe der Braunen Weichkäfer tummeln …

9-Karte412aDSC_2286-adb10-DSCF4353-adb11-DSCF4378-adbSchließlich folgt als vierter Schönling der Gemeine Rosenkäfer (Cetonia aurata). Dieser etwa 15 bis 20 mm lange Käfer ist ebenfalls sehr intensiv gefärbt: metallisch-grün mit einem Goldstich im Panzerglanz. Er gehört – wie der Pinselkäfer – zur Familie der Blatthornkäfer und zählt ebenfalls zu den geschützten Arten. Seine Besonderheit sind die verwachsenen Flügeldecken: Sie bleiben – anders als bei anderen fliegenden Käfern – auch beim Flug geschlossen. Der Rosenkäfer sitzt gern auf hohen Pflanzen, auf den Fotos sind es Disteln – und er läßt sich dort auch von anderen Insekten wie den Braunen Weichkäfern nicht verdrängen…

13-Karte514-DSCF4416-adbOLYMPUS DIGITAL CAMERAZum Schluß dieser Parade der Fluginsekten-Schönlinge noch einmal eine kleine Zusammenfassung:16-Karte6-2

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Ein eher seltener Schönling

1-Karte1Zwischen den heftigen Sommergewittern schaute ich mich heute Morgen in der nahen Natur um, wie der ersehnte Regen den Fluginsekten bekommt. Nicht schlecht, sagen die Fotos, denn das Treiben der Bienen und Hummeln, vor allem aber der Braunen Weichkäfer, war noch emsiger als in den Tagen der großen Hitze zuvor…

2-DSCF4152-adb3-DSCF4163-adb4-DSCF4132-adb5-Karte26-DSC_1842-adb7-Karte28-DSC_1919-adb9-DSC_1944-adb-txtUnd plötzlich erregte inmitten dieses bunten Treibens ein besonders auffälliger Käfer meine Aufmerksamkeit: deutlich größer als die Marien- und Weichkäfer, hellgelbe Färbung der Flügeldecken mit je drei größeren schwarzen Flecken, der übrige Körper gelb bis bräunlich wollig behaart, mit relativ langen Extremitäten, die jeweils an den Enden hakenförmige Haftorgane zeigen. Ich hatte derartige Käfer zuvor noch nicht gesehen. Zu Hause machte ich mich dann in einschlägigen Quellen kundig und fand ihren Namen: Es handelt sich um Pinselkäfer (wissenschaftlicher Name: Trichius fasciatus) aus der Familie der Blatthornkäfer, von denen es in Europa drei Unterarten geben soll. Sie gelten bei uns als eher selten und werden zu den schönsten Käfern gezählt – die folgenden Fotos vermitteln einen kleinen Eindruck von diesen prächtigen „Schönlingen“ …

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