Der Winter kehrt zurück

1-Karte1Endlich wieder „richtiger“ Winter! Seit Weihnachten hatten wir fast täglich Regen und ständig wolkenverhangenen Himmel – und drei Wochen keinen Sonnenschein. Heute nun sank das Thermometer wieder unter Null, am Morgen lag wieder Schnee und wenigstens für einige Stunden ließ die Sonne die Natur wieder erstrahlen. Ich wählte den Weißen See, um mit der Kamera etwas von der neuen Winterpracht einzufangen…

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Natürlich hatte es seinen guten Grund, die Rückkehr des Winters am Weißen See einzufangen. Denn seit etlichen Tagen ist dort der Trennungsprozeß der Altschwäne von den Jungschwänen in vollem Gange. Seit etwa Jahresbeginn erlauben die Elterntiere ihren Kindern vom Jahrgang 2012 nicht mehr den Zutritt zum See. Aber die Jungen konnten sich seitdem noch nicht zum Wegflug entschließen. Immer wieder das gleiche Ritual: die Jungen versuchen, auf das Wasser zurückzukehren – und immer wieder werden sie von den Eltern daran gehindert. Meist genügen dabei entsprechende Drohungen, manchmal kommt es aber auch zu etwas heftigeren Attacken, wie meine Fotos vom 7. und 10. Januar zeigen:

10-Karte3Und auch bei der heutigen Rückkehr des Winters setzte sich dieses Ritual der „Abnabelung“ fort. Kaum wagten die Jungen einen Gang zum Wasser, war Vater „Aufpasser“ zur Stelle. Hatten die Altschwäne schon damit Stress genug, tauchten plötzlich über dem See auch noch fremde Schwäne auf – und versuchten vergebens eine Landung. Indes leistete ein Mandarin-Pärchen den Jungschwänen Gesellschaft – oder war das wieder eine Abschiedsszene?

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Abschied vom Weißen See

0-Karte1Es war vorauszusehen, und es hat sich seit einigen Tagen angedeutet: Wieder entläßt der Weiße See seine Kinder – die neue Generation von Schwänen vom Jahrgang 2012. Heute war es offenkundig soweit, am 231. Tag nach ihrer Geburt. Wir haben sie seitdem „ganz-nah“ mit und ohne Kamera begleitet, ihnen geholfen, wenn sie in Not waren und uns immer wieder aufs Neue gefreut über ihr Werden und Gedeihen. Von den sechs Küken haben immerhin fünf den heutigen Tag erreicht.

Aber die Natur kennt kein Erbarmen – so habe ich schon im Vorjahr den Prozess der Trennung der Schwaneneltern von ihren Schwanenkindern kommentiert. Es ist nämlich ein „harter“ Vorgang, der keinen Platz für menschliche Moralbegriffe und sentimentale Gefühle läßt. Um des Überlebens und der Arterhaltung willen müssen die Alttiere ihre Jungen aus dem eigenen Revier vertreiben! Weil aber auch diese Kinder an ihrer Kinderstube hängen, nicht zuletzt, weil sie das von vielen Seebesuchern dargebotene Futter nicht missen möchten, müssen die Schwaneneltern gemäß ihrer „inneren Uhr“, ihrer genetischen Programmierung, die Jungtiere kompromißlos aus dem eigenen Revier vertreiben. Das empfinden manche Mitbürger als „grausam“ und sind besten Wollens geneigt, in diesen Naturprozeß einzugreifen. Im Vorjahr gab es im diesem Zusammenhang am See einige umstrittene Vorgänge. Ich hoffe, dass das diesmal vermieden werden kann.

Sehr wahrscheinlich wurde an dem heutigen Regentag eine entscheidende Etappe erreicht. Wir konnten erleben, wie die Alttiere den Jungtieren endgültig klarmachten: Ihr habt jetzt den See zu verlassen, wir dulden euch nicht mehr im Wasser – sucht euch ein neues Revier! Die fünf Schwanenkinder nahmen vorerst auf dem Festland Zuflucht – die Schwaneneltern patrouillierten ständig vor dem Ufer, um den Zugang zum See zu versperren…

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9-DSCN1689-adbOLYMPUS DIGITAL CAMERADie fünf Schwanenkinder blieben meist zusammen; nach vorübergehenden Aufenthalten an anderen Uferabschnitten suchten einzelne wieder die Gemeinschaft der Geschwister. Dabei kam es – wie ich das schon im Vorjahr am 228. Lebenstag,  merkwürdigerweise fast genau am gleichen Lebenstag wie heute (231.), beobachtete – zu ähnlichen eigenartigen Bekundungen gegenseitiger Zuneigung. Die Altschwäne nahmen indes schon mal ein winterliches Wellness-Bad…

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Jahresausklang am Weißen See

1-JahresausklangIm Auf und Ab des launischen Dezember erwischten wir heute wieder mal einen schönen sonnigen Wintertag. Grund genug, zum Jahresausklang noch einmal nach den Schwänen und anderen Wasservögeln am Weißen See zu schauen. Auf den ersten Blick die gewohnte See-Idylle, an einigen Stellen sogar mit etwas Eis garniert…

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Aber die See-Idylle zeigte auch heute beim näheren Betrachten ihr zweites Gesicht: das bunte Treiben der Wasservögel, besonders ihre Jagd nach Futter. Und mittendrin im Getümmel Familie Schwan…

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Mir fiel heute bei den Schwänen zweierlei auf: Zum einen sah ich die Altschwäne im Familienverband fast nur mit gespreiztem Gefieder und zum anderen war dieser seit nun sieben Monaten gewohnte Familienverband nur noch sehr lose – Alt- und Jungschwäne zogen überwiegend getrennte Bahnen. Das sind wohl untrügliche Zeichen für die bevorstehende endgültige Trennung der Eltern von ihren Kindern vom Jahrgang 2012! Und so wurde mein Jahresausklang am Weißen See heute zum Fast-Abschied von einer weiteren Schwanengeneration – dann mal auf nach 2013…

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