„Der Frühling ist die schönste Zeit!“

Langsam und sehr zögerlich legt die Natur ihr Osterfestkleid an. Wer sich heute trotz der kühlen Temperaturen draußen ein wenig umschaute, bekam schon mal eine Ahnung davon, was die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) einst über den Frühling schrieb:

Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Da grünt und blüht es weit und breit
Im gold’nen Sonnenschein.

Meine Kamera konnte heute bereits bei der vorösterlichen Frühlings-Standortbestimmung einiges vom „grünt und blüht es weit und breit“ einfangen – von gelben Osterglocken und blauen Traubenhyazinthen über die hellgrün sprießenden Kastanien bis zu den ersten weiß blühenden Sträuchern und wilden Obstbäumen samt ihrer lang- und kurzbeinigen Gäste. Schauen wir mal rein in diese Frühlingspracht!

 

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Frühlingsankunft in historischer Kulisse

Das Dauerfrühlingswetter der vergangenen Tage lockte zu allerlei Ausflügen ins Umland – darunter Potsdam. Die historische Kulisse von Potsdam ist immer eine Reise wert – aber auch die Frühlingsankunft in der brandenburgischen Metropole. Und wie wäre es, einmal beides miteinander zu verbinden? Dazu wählte ich für meine Kamera zwei Standpunkte aus: den einen am Havelufer auf der Freundschaftsinsel und den anderen im Park Sanssouci an der Friedenskirche.

Die Standortwahl geschah nicht zufällig. Am Havelufer kann man gegenwärtig besonders gut den Fortgang des Neuaufbaus der Fassade des ehemaligen Potsdamer Stadtschlosses für den Landtagsbau betrachten. Dazu suchte ich mir eine Weide am Havelufer aus, um im Bild – gewissermaßen symbolisch – das emsige Treiben der Bienen, Hummeln und Schmetterlinge mit der historischen Kulisse der 77 Meter hohen St. Nikolaikirche (kubischer Unterbau errichtet 1830-37 nach Plänen von K. F. Schinkel, Kuppel 1843-49) sowie des Schloss-Neuaufbaus zu verknüpfen.

Aber nicht nur die „Arbeiterinnen“ unter den Honigbienen waren meine Shootingstars. Wie gerufen zur Auffrischung der Farben in den Fotos, kam zunächst noch ein Schmetterling hinzu: ein „Kleiner Fuchs“ (Aglais urticae). Er gehört zu den Tagfaltern, von denen es in Mitteleuropa über 160 Arten geben soll. Der Kleine Fuchs ist einer der wenigen Tagfalter, die hierzulande überwintern und daher schon im zeitigen Frühjahr auf Nahrungssuche gehen. Auch „meine“ Weide war das Objekt seiner Begierde, und so posierte auch er vor der historischen Potsdamer Kulisse.

Schließlich ließ es sich auch die eine oder andere Hummel nicht nehmen, ins „rechte Licht“ gerückt zu werden, so etwa diese Steinhummel (Bombus lapidarus):

Und nun zum zweiten Standort der „Frühlingsankunft in historischer Kulisse“: der Park von Sanssouci in der Nähe der Friedenskirche (errichtet 1845-48) mit ihrem 42 Meter hohen freistehenden Glockenturm. Ich besuche dieses Areal am Osteingang des Parks alljährlich gerne um die Märzmitte, um mich an der Farbenvielfalt der Krokusse zu erfreuen. Leider kam ich in diesem Jahr etwas spät – von der Krokuspracht waren nur noch Reste übrig. Aber mein Thema – „Frühlingsankunft in historischer Kulisse“ (mit der Friedenskirche im Hintergrund) fand auch hier noch reichlich schöne Blickwinkel für die Kamera …

 

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„Frühling, ja du bist’s!“

Und noch so ein toller Frühlingstag heute! Ähnliches muß einst der Lyriker Eduard Mörike (1804-1875) erlebt haben, als er sein berühmtes Frühlingsgedicht Er ist’s zu Papier brachte. Es endet mit den bekannten Zeilen: „Frühling, ja du bist’s! / Dich hab ich vernommen!“

Ich setzte mich aufs Fahrrad und fuhr hinaus an den Stadtrand ins Falkenberger Naturschutzgebiet der ehemaligen Rieselfelder, mit kleinen Stippvisiten am Orankesee und Obersee. Wo man auch hinschaute – überall grüßte der Frühling. Allen voran die Krokusse…

Im Falkenberger Naturschutzgebiet herrschte vor allem unter den großen Herdentieren Frühlingsstimmung. Bei den dunklen Heckrindern hat sich Nachwuchs eingestellt. Unter den „Schotten“, den schottischen Hochlandrindern, fielen vor allem die Bullen durch einige Rangeleien auf. Auch die Liebenthaler Wildlinge schienen sich nach dem kalten Winter im nun gut temperierten Morast sichtlich wohl zu fühlen…

Und was machten die Schwäne auf den überschwemmten Falkenberger Wiesen? Ihre Zahl ist unvermindert groß, auch heute zählte ich etwa 20, weit verstreut über die überschwemmten Wiesen. Aber ein Teil der Jungschwäne hat das Revier verlassen; auch heute zelebrierte ein Altschwan sein Vertreibungsritual, jedoch ohne erkennbares Ergebnis. Das Frühlingsidyll war fast perfekt – wären da nicht die vielen Flugzeuge, die pausenlos das Naturschutzgebiet überflogen…

Auch am Orankesee und Obersee genossen ein paar Schwäne den Frühlingseinzug. Am Orankesee zog ein Solist seine Kreise und ließ sich selbst von der Ödnis nicht stören…

Dagegen konnten sich die vielen Sonnenanbeter am Obersee gleich an drei Schwänen erfreuen – und an vielen herrlichen Krokussen…

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