Neue Hoffnung am Weißen See

Wer den Weißen See in diesen Tagen besucht, hält noch immer am Schwanennest inne und betrachtet die Spuren des Vandalismus vom 1. Mai. Aber es gibt auch neue Hoffnung auf einen zweiten Brutversuch des Schwanenpaares. Ich hatte heute das Glück, eine weitere Paarung der Schwäne mit der Kamera zu dokumentieren. Und im Nest liegen erneut weiche Federn, wie die Fotos zeigen, die die Hoffnung auf einen neuen Brutversuch erhärten. Während die Schwäne für ihren Nachwuchs „rackern“, haben Blesshühner und Haubentaucher bei ihrer Sorge um die Küken bereits einen deutlichen Vorsprung, wie die vier Fotos am Schluß belegen …

Ergänzung, 24. Mai 2022:

Die „Neue Hoffnung am Weißen See“ zeigte heute Vormittag einen ersten Erfolg …

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Lübben – Über sieben Brücken mußt du gehn

Zum Vollfrühling gehört bei mir auch eine Fahrt in den Spreewald – besonders gern nach Lübben. Die Gründe dafür habe ich schon in mehreren Blogartikeln benannt. Gestern war es wieder so weit. Bei hohen vorsommerlichen Temperaturen lockte abermals der alte Dreiklang, der die Faszination Lübben/Spreewald für mich seit rund sechzig Jahren ausmacht: die einzigartige Natur des Spreewaldes – die Geschichte Lübbens – das Neue der Stadt seit der Wende.

Dazu hat meine Kamera auch gestern einiges eingefangen, das ich nach dem erwähnten „Dreiklang“ zusammenfassen und sortieren möchte: Am Anfang stehen die Natur, das Wasser, die „sieben Brücken“; es folgt ein Blick auf das historische Lübben, und am Ende steht das Neue. Den Schlußpunkt setzt kein anderer als Paul Gerhardt (1607 – 1676), der vermutlich auch heute stolz auf seine Stadt wäre – und schließlich am Ende dieses anstrengenden Tages, hoch oben von seinem Denkmal vor seiner Kirche am Markt, seinen Rat wiederholen würde: „Nun geht, ihr matten Glieder, / Geht hin und legt euch nieder, / Der Betten ihr begehrt …“

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Vier-Seen-Rundgang

Ein Sonntagmorgen im Mai, wie er im Buche steht. Da muß man hinaus in die Natur, um möglichst viel von der Vollfrühlingspracht mit der Kamera einzufangen. Ich entschied mich für einen meiner traditionellen ausgiebigen Spaziergänge: den Vier-Seen-Rundgang, beginnend – natürlich! – am Weißen See, hinüber zum Orankesee und Obersee sowie endend auch diesmal am Faulen See.

Ich wollte möglichst viel vom Nachwuchs bei den Wasservögeln einfangen, was aber weniger denn je gelang. Die Schwanentragödie vom 1. Mai am Weißen See hat ihre Spuren hinterlassen, bislang gibt es noch keinen Neuanfang einer Brut. Auch am Obersee macht das Schwanenpaar noch keine Brutanstalten. Wenigsten die Habentaucher präsentieren an drei Seen ihre Küken, ebenso etliche Blesshühner und andere Wasservögel. Allerdings fällt auf, dass deren jeweilige Familien deutlich weniger zahlreich sind als in früheren Jahren. Einen Sonderstatus nimmt mehr denn je der Faule See ein. Der Klimawandel mit seiner höheren Verdunstung hat ihm weiter stark zugesetzt. Noch ist in den einschlägigen Quellen von 3,6 ha Seefläche die Rede. Wenn man aber auf der Aussichtsplattform steht, bietet sich ein trostloses Bild der von der Zunahme der Verlandung (vgl. mein drittletztes Foto).

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