Kann das den Vandalismus stoppen?

Weißer See, vierter Tag nach dem Vandalismus am Schwanennest. Es sind einige Aktivitäten zur Aufklärung des Vorfalls und zur Eindämmung des Schadens zu erkennen. Unsere Umweltaktivisten bitten in Selbsthilfe mit spontanen Aufrufen die Passanten um Mithilfe bei der Aufklärung. Zeitgleich bemühen sich Mitarbeiterinnen des Pankower Straßen- und Grünflächenamtes, am Schwanennest weiträumiger die Absperrungen zu verstärken. Die Frage ist nur: Kann das den Vandalismus stoppen? Ich habe Zweifel. Die Absperrung wird punktuell massiver, unbestritten. Aber sie versperrt j e d e m, also auch den langjährigen Freunden der Schwäne, j e g l i c h e Nähe zum Nest. Kann d a s gut sein – während die Vandalen sich in Gummistiefeln auf anderen Wegen, zum Beispiel durch das Wasser, neuen Zutritt verschaffen könnten? Die Überlegungen sollten also weitergehen…

Zur gleichen Zeit waren auch die Haubentaucher aktiv. Eine vierköpfige Kleinfamilie war nebenan auf dem See unterwegs, um ihren beiden Kindern die „große weite Welt“ zu zeigen. Ich mußte mein Teleobjektiv maximal ausfahren, um davon ein paar brauchbare Fotos einzufangen…

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Das schreit zum Himmel!

Vandalismus am Weißen See wie selten zuvor – das schreit zum Himmel! Wir haben in den letzten Jahren schon einiges am Weißen See erlebt. Was aber in der Nacht zum 1. Mai am Schwanennest geschah, hat es in dieser Brutalität noch nicht gegeben. Man findet dafür nur schwer Worte: Unfaßbar! Abscheulich! Barbarisch! Vandalisch! Frevelhaft! Es gibt kaum eine Steigerung. Was war geschehen?

Ich fuhr etwa 10 Uhr an diesem Sonntagmorgen des 1. Mai, wie so oft in all den letzten Jahren, zum See. Schon bei der Annäherung an das Schwanennest fiel auf, dass die Schwäne nicht an der Brutstätte waren. Dann der Schock: Statt des Eigeleges lagen Pflastersteine im Nest! Später wurden 18 Steine im Nest und Umfeld geortet, die die Vandalen von insgesamt mehr als drei Dutzend aus dem Wegpflaster am See herausgerissen hatten. Später wurden auch Überreste vom Gelege im Nest gefunden, wie bereits oben auf dem Headfoto zu sehen ist.

Natürlich wurde in den folgenden Stunden unter den miteinander bekannten häufigen Seebesuchern und Schwanenexperten, die nach und nach am See eintrafen, aufgeregt debattiert. Der Schock war allen anzumerken. Die Polizei wurde informiert, erste Untersuchungen am Nest vorgenommen, Informationen ausgetauscht, Überlegungen über den Hergang der Vernichtung des Eigeleges mit allerlei Mutmaßungen angestellt. Der tatsächliche Hergang des Geschehens in den Nacht zum 1. Mai aber blieb im Dunkel. Das Schwanenpaar hielt sich indes in einiger Entfernung auf dem See auf. Inwieweit der Verlust des Eigeleges sie „getroffen“ hatte, konnte man nur ahnen.

Heute berichten erste Zeitungen über das Geschehen am Weißen See: BILD und BZ titeln mit „Schwanerei am Weißen See“ und platzieren ihre Berichte auf den vorderen Seiten, BILD sogar vor den Demos zum 1. Mai. Erfreulich, dass dabei auch ein Foto aus diesem Blog (Ostergruß, 17.4.22) Verwendung fand, das das Acht-Eigelege vor der vandalistischen Vernichtung zeigt.

Ob das Schwanenpaar in den kommenden Tagen und Wochen einen neuen Anlauf zu einer Brut nimmt, bleibt spannend. Mein heutiges letztes Foto „Das Leben geht weiter!“ soll etwas Hoffnung darauf wecken…

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Falkenberger Blütenzauber

Der Vollfrühling hat begonnen – jedenfalls nach einem untrüglichen Anzeigemaßstab laut Phänologie, der Wissenschaft von den jahreszeitlich bedingten Erscheinungsformen in der Tier- und Pflanzenwelt: dem Beginn der Apfelblüte. Auch in diesem Jahr wollte ich mir dieses Naturspektakel nicht entgehen lassen. Als vertrautes Terrain wählte ich gestern wieder einmal das Naturschutzgebiet der ehemaligen Falkenberger Rieselfelder im Nordosten von Berlin. Im vergangenen Jahrzehnt war ich wiederholt dort, früher mit Fahrrad, zuletzt per Tram und Wanderung. Und was ich schon im Blogartikel vom 12. August 2020 schockiert registrieren mußte, hat sich gestern erhärtet: Der Klimawandel hat auch das Falkenberger Biotop (seit 1995 NSG) durch die Austrocknung schwer getroffen. Meine gestrigen Fotos zeigen das im Vergleich mit meinen Aufnahmen von vor 10 Jahren, vom November 2012. Aber der Zauber der Obstbaumblüte ist (noch!) geblieben – insbesondere die Faszination der Apfelblüte

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