Schwäne im Dauerstress

Die Turbulenzen bei den Schwänen am Weißen See halten an. Für mich wirkte das ganze Geschehen um die Weißenseer Schwäne heute fast chaotisch. Erst die Beobachtungen und Deutungen von Silvio G. brachten mehr Licht in die Turbulenz. Worum geht es? Entgegen meiner Wahrnehmung vom Sonntag (siehe Blogbeitrag oben) war zunächst nur ein Jungschwan auf dem See gelandet. Er war von den drei verbliebenen „ansässigen“ Jungschwänen sehr freundschaftlich aufgenommem worden. Danach haben offensichlich die vier Teenees gemischte Rundflüge über dem See veranstaltet, einen davon hatte ich wahrscheinlich am Sonntagvormittag mit meiner Kamera eingefangen.

Aber den brütenden Altschwänen gefiel dieses Treiben gar nicht. Es kam zu wiederholten Attacken der „Alten“ auf den neuen Jungschwan – so auch heute Vormittag. Meine Kamera hielt davon einiges fest. Erschöpft gaben die Alten schließlich wieder auf – und zelebrierten einen neuen Paarungsakt am entgegengesetzten Schilfufer in rund 300 Meter Entfernung von meinem Kamerastandort … Dann erst gings zurück zum Nest mit dem Dreiergelege – und in Kürze wird wohl ein viertes Ei hinzukommen. Wieder ein erstaunliches Pensum der „alten“ Schwäne heute Vormittag – alle Achtung!

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Buntes Treiben am Weißen See

Sonntagvormittag am Weißen See. Der See hat sich noch in trübe Schläfrigkeit gehüllt. Nur die Wasservögel zeigen sich schon mobiler, und ein Graureiher fliegt aufgeschreckt davon. Auf dem frisch gebauten Nest sitzt ein Schwan. Nach Auskunft des kundigen Beobachters Silvio wurden bereits zwei Eier gelegt (am 7. und 9. April, heute Nachmittag soll ein drittes hinzu gekommen sein). Allerdings am Vormittag – und das ist die nächste Überraschung – sitzt der Ganter auf dem Nest…

Und der nächste Paukenschlag folgt. Plötzlich segeln auf der gegenüberliegenden Seite des Sees am Milchhäuschen zwei fremde Jungschwäne heran, und im Nu kommt auf dem See ein Buntes Treiben in Gang, das bis in die Mittagsstunde anhält. Es beginnt damit, dass die beiden fremden Jungschwäne sehr freundlich von den (noch) seeansässigen beiden Jungschwänen begrüßt werden. Das aber erregt den Unmut der Schwänin, die nun versucht, die „Eindringlinge“ zu verjagen, was aber letztlich mißlingt. Auch der herbeigeeilte Ganter kann nichts ausrichten. Das bunte Treiben wird ergänzt und verstärkt durch die vielen Aktivitäten mehrerer Haubentaucher beim Nestbau sowie ihrer Partnerschaftspflichten… Ein toller Vormittag am Weißen See!

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Osteraufbruch am Weißen See

Der Frühling hat zu Ostern auch am Weißen See vollen Einzug gehalten. Die ersten Frühblüher sind verwelkt, jetzt beginnt die Baumblüte. Und der Frühlingsaufbruch hat auch die Wasservögel erfaßt – zu Ostern zeigen sich am Weißen See jetzt auch wieder Haubentaucher, Reiherenten, Großmöwen und andere.

Dennoch wird dieser Osteraufbruch am Weißen See überschattet von dem erschreckend niedrigen Wasserstand, der seit dem Herbst vergangenen Jahres sogar weiter gesunken ist, wie ein Vergleich zweier Fotos zeigt. Noch ist von dem am 18. März vom Bezirksamt Pankow verkündeten und am 23. März begonnenen Baubeginn der Anlage zur Grundwasserreinigung am Steigen des Seewasserspiegels nichts zu erkennen. Im April sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen werden…

Und was machen die Schwäne? Der anhaltende Versuch des Schwanenpaares, seine letzten drei Jungschwäne vom Vorjahr zu vertreiben, ist bis heute nicht gelungen. Zugleich haben die seeansässigen Schwäne mit dem Nestbau für die Brut der neuen Generation begonnen: Meine heutigen Fotos am Schluß zeigen, mit welchem Enthusiasmus die Altschwäne bei der Nesterneuerung wieder voll „bei der Sache“ sind…

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