Hochsommer am Fennpfuhlsee

Mit dem Übergang vom zweiten zum letzten Sommermonat sind wir in den Hochsommer eingetreten. Aber anders als von vielen Wetterexperten voausgesagt, ist eine erneute anhaltend gr0ße Hitze bisher ausgeblieben. Das „Schaukelwetter“ hielt sich bei um die 25 Grad C, dem Maßstab für einen „Sommertag“, und es brachte sogar auch im Berliner Raum manchen Regenschauer.

In den vergangenen Tagen hielt ich wieder einmal am Fennpfuhlsee Ausschau – diesmal nach dem Hochsommer. Ich wollte den See mit den jüngsten hochsommerlichen Erlebnissen am Weißen See vergleichen, beide nur wenige Kilometer voneinander getrennt und von verschiedenen Stadtbezirken verwaltet, der Weiße See von Pankow, der Fennpfuhlsee von Lichtenberg. Und das Ergebnis ist ziemlich eindeutig: Bei allen Unterschieden – ein „Vergleich“ ist kaum möglich. Die Natur der Seen und ihre Geschichte haben dazu geführt, dass der Weiße See noch immer ein Badesee ist, aber die Wasserqualität des Fennpfuhlsees das nicht erlaubt. Und das bedingt die Unterschiede in der Gestaltung und Nutzung der angrenzenden Parks und Wiesen, in der Vegetation – und in der Tierwelt. So konnten sogar, mitten im Hochsommer, im trauten Verein nebeneineinder, ein Kormoran und ein Graureiher vor meiner Kamera posieren, wenn auch in einigen Dutzend Meter Entfernung. So werden Fennpfuhlsee und -park in Medien und im Netz fast überschwenglich „als grüne Oase am Rande der Stadt“ und „wunderbarer Erholungspark“ gefeiert – aber meine Kamera ließ sich davon nicht blenden und konnte auch hier an einigen krassen „Schönheitsfehlern“ nicht vorbei schauen.

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„Übernutzung und Fehlnutzung“

Vor drei Wochen postete Jürgen Erdmann, ein in Berlin bekannter Umweltaktivist, eine scharfe Beschwerde an das rbb-Fernsehen über einen verharmlosenden Beitrag zum Feriensommer am Weißen See. Er schrieb, „mit großem Ärger, Erschrecken und Wut sah ich (den) Beitrag über den Weißen See. Dieser See wird gerade durch Übernutzung und Fehlnutzung zerstört.“

Das war Anstoß genug, um mich an dem gestrigen schönen Sommertag wieder einmal mit der Kamera am Weißen See umzuschauen. Ich hatte auch in früheren Blogbeiträgen häufig auf den „SOS-Ruf vom Weißen See“ aufmerksam gemacht, aber was ich gestern sah, war erschreckender denn je: Der Weiße See macht einen trostlosen Eindruck! Die von Jürgen Erdmann gewählten Worte von der „Übernutzung und Fehlnutzung“ sind vollauf berechtigt! Das sind auf der einen Seite die Folgen der mehrjährigen Trockenheit im Ergebnis des Klimawandels bei fehlenden notwendigen Maßnahmen der zuständigen staatlichen Behörden, aber auf der anderen Seite auch die grenzenlose Unvernunft zahlreicher Mitbürger im Umgang mit unserer Kostbarkeit „Weißer See“. Und so sehen diese „Übernutzung und Fehlnutzung“ aus, die den See langsam zerstören …

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Bedrohte Schmetterlingswelt

„Schmetterlinge sind filigrane Wesen von unglaublicher Vielfalt. Doch gerade die Vielfalt ist in Gefahr, denn immer mehr Falter-Arten sind vom Aussterben bedroht und stehen auf der Roten Liste.“ So das Internet-Portal BR WISSEN dieser Tage unter dem Titel „Die zerbrechliche Welt der Falter“. Diese internationale Rote Liste der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, die seit 1964 geführt wird, erfasst seitdem etwa 120 000 Tier- und Pflanzenarten, von denen nach jüngsten Angaben vom 9. Juli 2020 mehr als 32 000 Arten (= rd. 27%) vom Aussterben bedroht sind – der höchsten Stufe auf der Roten Liste. Darunter sind besonders viele Schmetterlingsarten.

Für mich war das einmal mehr ein Anlaß, am Wochenende in der gegenwärtigen Hauptzeit der Schmetterlingsaktivitäten im Biotop Volkspark Prenzlauer Berg nach diesen einzigartigen Schönheiten der Natur, den „Gauklern der Lüfte“, wie BR Wissen sie nennt, Ausschau zu halten. Und meine Kamera konnte immerhin sechs Arten aus dieser „bedrohten Schmetterlingswelt“ in unserem geschützten Biotop ausmachen – das aber ist unübersehbar weniger als in vergangenen Jahren…

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