„Übernutzung und Fehlnutzung“

Vor drei Wochen postete Jürgen Erdmann, ein in Berlin bekannter Umweltaktivist, eine scharfe Beschwerde an das rbb-Fernsehen über einen verharmlosenden Beitrag zum Feriensommer am Weißen See. Er schrieb, „mit großem Ärger, Erschrecken und Wut sah ich (den) Beitrag über den Weißen See. Dieser See wird gerade durch Übernutzung und Fehlnutzung zerstört.“

Das war Anstoß genug, um mich an dem gestrigen schönen Sommertag wieder einmal mit der Kamera am Weißen See umzuschauen. Ich hatte auch in früheren Blogbeiträgen häufig auf den „SOS-Ruf vom Weißen See“ aufmerksam gemacht, aber was ich gestern sah, war erschreckender denn je: Der Weiße See macht einen trostlosen Eindruck! Die von Jürgen Erdmann gewählten Worte von der „Übernutzung und Fehlnutzung“ sind vollauf berechtigt! Das sind auf der einen Seite die Folgen der mehrjährigen Trockenheit im Ergebnis des Klimawandels bei fehlenden notwendigen Maßnahmen der zuständigen staatlichen Behörden, aber auf der anderen Seite auch die grenzenlose Unvernunft zahlreicher Mitbürger im Umgang mit unserer Kostbarkeit „Weißer See“. Und so sehen diese „Übernutzung und Fehlnutzung“ aus, die den See langsam zerstören …

Über Herbert Schwenk

Jahrgang 1937; ehemaliger Lehrer und Gesellschaftswissenschaftler der DDR; heute Rentner
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