Zu Besuch bei alten Bekannten

In früheren Jahren, als ich noch häufiger mit dem Fahrrad unterwegs war, gehörten die Ausflüge in das Naturschutzgebiet (NSG) Falkenberger Rieselfelder zu meinem Standard-Fotoprogramm. Einige Blogartikel aus jenen Jahren lassen sich leicht über die Suchoption finden. Inzwischen komme ich über die öffentlichen Verkehrsmittel und etwas längeren Fußwege seltener in dieses seit 1995 bestehende rund 86 Hektar große NSG am nordöstlichen Stadtrand von Berlin.

Gestern war es endlich wieder einmal so weit. Ich wollte auf meiner Wanderung mit eigenen Augen und der Kamera sehen, was der trockene und heiße Sommer diesem Kleinod der Natur angetan hat. Und was ich an Bildern sah und einfangen konnte, war ähnlich erschreckend wie die ökologischen Folgen des Wassermangels im Weißen See (siehe dazu auch BERLINER KURIER vom 23.08.19, S. 12: „Hilfe, der Weiße See trocknet aus!“). Wo sich im NSG Falkenberg noch vor wenigen Jahren größere Wasserflächen erstreckten, zwei Dutzend Jungschwäne versammelten und Störche wateten, zeigen sich jetzt weit und breit die Spuren der Trockenheit – angefangen bei den großen Herdentieren über die spärlichen Früchte an den Obstbäumen und Sträuchern bis hin zu den stark dezimierten Fluginsekten …

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Abschied von einem heißen Sommer

An der Schwelle zum meteorologischen Herbstanfang in drei Tagen hat der Spätsommer heute noch einmal voll zugeschlagen: Hitze und Trockenheit weit und breit. Trotz vereinzelter Regenschauer lechst die belebte Natur überall nach Wasser. Die Fluginsekten und Käfer stürzen sich kopfüber auf die spätsommerlichen Blüten, um wenigsten am Morgen jeden Regen- oder Tautropfen zu erreichen, den sie vor allem zur Kühlung dringend benötigen.

Meine Kamera hat heute im Biotop Volkspark Prenzlauer Berg ein paar Bilder von diesem Kampf um das spärliche Wasser eingefangen. Und man erkennt auch den nahenden Herbst – an der beginnenden Verfärbung des Laubes, an den Hagebutten und Kastanien und der „Torschlußpanik“ der Bienen an den Goldruten …


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Kleine Blumen-Oase – Lohn des Mühens

In unserer Zeit des von Menschen verursachten raschen Klimawandels haben die geschützten und gepflegten Naturanlagen ihre besondere Bedeutung. Zu den schönsten gestalteten Gartenlandschaften in unserer Region, die ich kenne, gehört die 6,5-Hektar-Anlage der Freundschaftsinsel in der Havel von Potsdam. Vor über 80 Jahren von dem bekannten Botaniker Karl Foerster (1874-1970) angelegt, im Krieg zerstört und danach wieder aufgebaut und mehrfach erneuert (so zur BUGA 2001), erhielt sie 1977 den Status eines Flächendenkmals und ist heute weit und breit mit ihren mehr als 1000 Stauden ein Publikumsmagnet ersten Ranges. Und sie ist ein Beispiel für die Bemühungen unzähliger Menschen in Vergangenheit und Gegenwart, die Natur zu erhalten und – was Foerster mit seinen Blumenzüchtungen gelang – zu verbessern.

Ich besuche die Freundschaftsinsel in Potsdam mehrmals im Jahr. Immer wieder ist die einzigartige Farbenpracht der vielen Blumenarten und ihre Anziehungskraft für zahlreiche Fluginsekten („Bienenweiden“) faszinierend. So auch gestern, als ich mit meiner Kamera in der sich auf 690 mal 140 Meter ausdehnenden „Blumen-Oase“ Ausschau hielt. Und wieder waren es vor allem die Sonnenbraut- (Helenium-) Züchtungen von Karl Foerster aus den 1950er und 60er Jahren, die als „Farbbomben“ und „Bienenweiden“ Auge und Kameralinse faszinierten: Siehe dazu vor allem die Fotos im letzten Teil – die „Dunkle Pracht„, der „Goldkogel“ und andere …

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