Akrobatik gefragt

Die hohen Sommertemperaturen über dem langjährigen Durchschnitt machen auch den Kleinlebewesen, vor allem den Fluginsekten, zu schaffen. Deren Aktivitäten beobachte ich seit Jahren mit der Kamera im benachbarten Biotop des Volksparks Prenzlauer Berg. Auch in diesem weitgehend erhalten gebliebenen urwüchsigen 29-Hektar-Wald- und-Wiesengelände der ehemaligen „Oderbruchkippe“ ist besonders in diesem und wie im vergangenen trockenen Sommer der starke Rückgang bei den Fluginsekten, vor allem den Schmetterlingen, zu bemerken.

Einige Kleinlebewesen konnte ich dennoch, quasi als gute alte Bekannte, wieder „begrüßen“, vor die Kamera bekommen und dabei ihre hohe Akrobatik bewundern, mit der sie versuchen, an Pollen und Nektar zu gelangen: Feuerwanzen mit ihrem Nachwuchs (Nymphen), Stiftschwebfliegen, Gebänderte Waldschwebfliegen, Totenkopfschwebfliegen  sowie Wild- und Honigbienen. Ein besonderes Highlight ist ein kleiner Schmetterling, den ich erst zu Hause als Kleiner Sonnenröschen-Bläuling (wiss. Aricia agestis) namhaft machen konnte; immerhin soll er in Deutschland bereits auf der sog. Vorwarnliste zur Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten stehen!

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Großer Badespaß – und die Schwäne?

Morgen wird der einzig verbliebene Jungschwan vom Weißen See zwei Monate alt. Grund genug, ihn heute unter den schweren Bedingungen der zweiten großen Hitzewelle dieses Jahres zu besuchen.

Natürlich war schon am Vormittag bei über 30 Grad C im Schatten viel los am See. Hitze und Tr0ckenheit waren überall zu spüren, aber zunehmend füllten sich die Wiesen am See mit sonnen- und badehungrigen Menschen – der Badespaß schien keine Grenzen zu kennen …

Nur die Wasservögel konnten dem menschlichen Badevergnügen nicht viel abgewinnen. Die wenigen Haubentaucher schienen sehr beunruhigt und verließen kaum die Seemitte. Vor allem aber hatte die Schwanenfamilie unter dem Trubel zu leiden. Sie steuerte auf dem Wasser unruhig hin und her, immer auf der Suche nach einer Möglichkeit zu einem „Landgang“, um auf dem Rasen auszuruhen und frisches Grün zu tanken. Meine Kamera konnte keinen einzigen derartigen Landgang ausmachen …

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Aufatmen

Der Sommer legt endlich auch in unserer Region eine kleine „Pause“ ein, die Natur atmet auf: Der lang ersehnte Regen ist gekommen! Es war kein anhaltender Landregen, auf den das besonders stark ausgetrocknete Brandenburg gewartet hatte, aber auch die teils kräftigen kleineren Schauer haben gut getan.

Meine Kamera hat davon am Freitag einiges im Kiez eingefangen – und der Rundgang beginnt natürlich dort, wo der letzte endete: bei den durstigen Zichorien. Ob allerdings dabei die alte Bauernregel im Zeitalter des beginnenden Klimawandels noch gültig ist, möchte ich sehr bestreiten: „Ein Tag Regen tränkt sieben dürre Wochen“ …

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