Barbarischer Anschlag

Die Ereignisse um das Schwanennest am Weißen See haben sich binnen weniger Stunden überschlagen. In der Nacht vom 8. zum 9. April wurde das Gelege im Nest von Unbekannten geplündert, und nur ein Ei ist übriggeblieben. Ob das im Zusammenhang mit den Hundeattacken steht oder ob ein Angriff von Raubtieren stattgefunden hat oder ob es sich gar um Barbarei von Menschenhand handelt, ist bisher nicht bekannt.

Am Vormittag haben Ralf Gräfenstein und einige andere Engagierte erste Hilfe für die ihres Geleges beraubten Schwäne veranlaßt und eingeleitet. Für die Schwäne wurde ein neuer Standort des Nestes vorbereitet. Ralf Gräfenstein informierte mich darüber zunächst telefonisch. Kurze Zeit später machte ich einige Fotos vor Ort. Ich konnte im und am Nest keine Spuren, die über den Hergang Aufschluß geben könnten, erkennen.

Die tüchtigen Schwäne haben jedenfalls noch heute begonnen, ein neues Nest an dem anderen, offensichtlich günstigeren Standort zu bauen. Alarmiert durch den Vorfall, sind nun auch zuständige Dienststellen endlich aktiver beim Aufbau eines wirksameren Schutzzaunes geworden. Einige Fotos sollen von dem Geschehen erzählen, wobei ich mit einer Hommage, einer Rückblende auf die Geschichte des geplünderten Nestes, beginne …

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Frühlingsknaller

Der Frühling hat volle Fahrt aufgenommen. Die Knospen knallen, immer mehr verdrängt frisches Frühlingsgrün die grauen und braunen Farbtöne des Winters. Die Wasservögel bewegt nur eins: die Sorge um den Nachswuchs. Ein wenig davon fing ich dieser Tage mit der Kamera am Fennpfuhlsee und Weißen See ein.

Ergänzung am 4. April 2019:

Nur einen Tag nach meinen letzten Beobachtungen am Weißen See erlebte ich heute gleich drei Überraschungen: eine gute und zwei schlechte. Die gute: Im Schwanennest lagen zwei und kurze Zeit später drei Eier…

Die erste schlechte Nachricht wäre eine Beinahe-Todesnachricht geworden! Gegen Mittag geschah vor meinem und meiner Kamera Auge ein schlimmer Hundeangriff auf die Schwäne an ihrem Nest. Ein unangeleinter Hund rannte auf das Nest zu und attackierte im Nu heftigst den männlichen Schwan. Er sprang ihn wild an und versuchte ihn zu beißen. Der Schwan wehrte sich erbittert. Die Hundebesitzerin eilte auf unsere Zurufe und Proteste hin schreiend herbei und versuchte, ihren Hund vom Schwan zu trennen. Es war unfassbar, anzusehen, wie selbst die Besitzerin ihren Hund nur mit letzter Mühe bändigen konnte. Ein Lehrbeispile für alle uneinsichtigen Hundebesitzer, wie gefährlich ihr „Hunde-Leine-los“ für Mensch und Tier ist!!! Ob der Schwan Verletzungen erlitten hat, war für mich in jenem Moment nicht zu erkennen.

Schließlich noch die andere schlechte Nachricht: Von den fünf Nestern der Haubentaucher, die ich oben erwähnt habe, existiert seit heute das „am Milchhäuschen“ nicht mehr! Im Zuge von „Verschönerungsmaßnahmen“ wurden im Uferbereich Holz und Geäst samt Haubentauchernest „abgeräumt“ …

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Emsiges Frühlingstreiben – bei Wind und Wetter

Die Frühlingsankunft ist jetzt perfekt, notierte ich im vorangegangenen Artikel. Aber dieser Frühling quält sich nur langsam voran, vom Vollfrühling ist er noch ein Stück entfernt.

Dennoch: Am Weißen See fing meine Kamera heute, wie auch schon in den Tagen zuvor, ein emsiges Frühlingstreiben bei den Wasservögeln ein – trotz der kühlen und nassen Witterung. Die Schwäne scheinen sich nach einigem Hin und Her für einen Nistplatz entschieden zu haben: An bekannter Vorjahresstelle, allerdings nun bei drastisch niedrigerem Wasserstand in einer sehr tristen Umgebung – und diese Stelle ist kaum geschützt gegen nicht angeleinte Hunde. Viel „action“ gibt es vor allem bei den Haubentauchern. An drei Standorten wird inzwischen nach den üblichen, immer wieder pittoresken Ritualen, gebrütet …

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