„…die Zeiten sind jetzt schwer.“

Bei Friedrich v. Schiller geht es im Wilhelm Tell in der berühmten Dritten Szene im Vierten Aufzug („Durch diese hohle Gasse muß er kommen“) nicht um die Beschreibung idyllischer Winterbilder, sondern gesellschaftlicher Verhältnisse in der Schweiz vor rund sieben Jahrhunderten: um den Kampf des legendären Wilhelm Tell gegen die habsburgische Oberhoheit. Aber Schillers Dichterwort von 1804 strahlt seine allgemeine Kraft und Lebensbejahung bis in unsere Zeit hinein: „Nehmt mit was kommt, die Zeiten sind jetzt schwer. / Drum muß der Mensch die Freude leicht ergreifen.“ 

Auch in diesem Winter kann man wieder die „schweren Zeiten“ – abgesehen vom menschlichen Elend überall auf dem Planeten – bei den Lebewesen in der freien Natur in ihrem Kampf gegen Kälte, Schnee und Eis erleben. Meine Kamera jedenfalls „sah“ einiges davon …

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Ein bisschen Schnee muß sein

Der Winter hat endgültig Einzug gehalten – kalendarisch längst und nun auch witterungsmäßig. Zur Kälte kamen ein paar Schneeflocken, frei nach dem Schlagermotto: Ein bisschen Schnee muß sein …

Schon vor sieben Jahren überschrieb ich einen ähnlichen Blogartikel „Von wegen traurig öd und leer“. Es war damals eine Anlehnung an das wohl bekannteste Winterlied „Oh, wie ist es kalt geworden“, dessen Text 1835 August Heinrich Hoffmann von Fallersleben verfasst hatte. So wie vor sieben Jahren will ich auch heute mit einigen Fotos sagen: Auch dieser Winter ist nicht „traurig öd und leer“, sondern entfaltet seine ganze wunderschöne Ästhetik. Meine Fotos stammen von drei nahen und stadtbekannten Parkanlagen: dem Stadtpark Lichtenberg, dem Fennpfuhlpark und dem Volkspark Friedrichshain.

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Quo vadis, launischer Winter?

Der Berliner Winter hatte offensichtlich keinen „guten Rutsch“ ins neue Jahr. Er scheint nicht zu wissen, was er will: Es ist ein launischer Winter, den wir bisher erlebten. Und fast jeder fragt sich, wie das weitergeht. Mein Headfoto von heute Vormittag zeigt erste Schneeflocken über einem der beiden Gipfel im Volkspark Prenzelberg – aber eine weiße Winterpracht blieb auch diesmal wieder aus. Und es bleibt die Frage: Quo vadis, launischer Winter 2018/19?

Jedenfalls lohnte es sich, auch von diesem bisherigen Regenwinter einiges mit der Kamera festzuhalten. Zunächst begegnete ich dabei leider noch etlichen Spuren der unsinnigen Silvesterböllerei, bevor ich die ersten waghalsigen Winterblüher in den Fokus nehmen konnte: Schneeglöckchen, Winterlinge, sogar Weidenkätzchen, Mahonienblüten; natürlich auch die bekannten winterharten Beeren der Niedrigen Purpurbeere und Berberitze. Am Schluß darf aber auch ein Blick auf die Schwäne vom Fennpfuhl- und Weißen See nicht fehlen – und es gab dabei sogar Überraschungen …

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