Ästhetik eines heißen Sommers

Kann dieser heiße, trockene und vielerorts Schäden verursachende Sommer 2018 überhaupt eine Ästhetik haben? Das habe ich mich in den letzten Tagen mehrfach gefragt und mit meiner Kamera eine eindeutige Antwort gefunden. Denn alles in der belebten und unbelebten Natur hat offensichtlich eine „Ästhetik“. Hergeleitet von dem altgriechischen Ursprung „aisthesis“, was für „Wahrnehmung“ steht, sei im allgemeinen alles ästhetisch, was bei der Betrachtung die Sinne in irgendeiner Weise bewegt.

Um in dieser Lesart einen kleinen Eindruck von der Ästhetik des heißen Sommers 2018 zu bekommen, wollte ich mich an zwei sehr unterschiedlichen Naturschauplätzen umschauen: in der weitgehend erhaltenen Naturlandschaft unseres Biotops „Oderbruchkippe“ und in der intensiv von Menschenhand gestalteten Gartenlandschaft der Freundschaftsinsel in Potsdam. Meine Fotos machen Unterschiede und Gegensätze in der Ästhetik des diesjährigen heißen und trockenen Sommers in beiden Landschaftstypen deutlich, beginnend mit unserem nahen Biotop …

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37 Grad C – es reicht!

Heute wurde die 37-Grad-Marke in Berlin überschritten, wie auch mein Thermometer am Nachmittag im Schatten anzeigte. Damit hat dieser heiße Sommer wohl seinen Zenit erreicht. „Tierisch heiß“ titelte der BERLINER KURIER und brachte damit die überall erreichte „Schmerzgrenze“ bei Menschen und Tieren zum Ausdruck. Ob damit die bisherigen Rekordwerte vom Jahre 2003 getoppt werden, wird sich noch zeigen.

Ich habe gestern und heute die beiden heißesten Tage am Weißen See und Fennpfuhlsee erlebt. An beiden nächst gelegendsten Seen sind die Spuren dieser jüngsten Hitzewellen unübersehbar. Vergleiche mit Wasserständen auf Fotos früherer Jahre machen den gegenwärtigen Tiefstand sichtbar. Die geringe Wasserzufuhr in den Weißen See kann die enorme Verdunstung längst nicht ausgleichen, das Wassersprengen an einigen Ecken in den Parkanlagen erfreut zwar die Rosen, ist aber gegenüber der allgemeinen Trockenheit machtlos. Die Fotos von einigen Uferabschnitten am Weißen See erinnern eher an Galeriewälder am Amazonas und Kongo als an die Weiße-See-Landschaft früherer Jahre, in der noch keiner an eine kommende neuartige „Heiße Zeit“ dachte…

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Sommer 2018 extrem

Heiß – heißer – am heißesten: Das war der Gang des bisherigen Sommers, und nichts deutet auf ein baldiges Ende hin. Gestern wurden an vielen Orten Rekordtemperaturen gemessen, in Berlin wurde die 35-Grad-Marke überschritten.

Ich schaute mich mit der Kamera am Fennpfuhlsee und im Biotop Volkspark Prenzlauer Berg („Oderbruchkippe“) um. Am See erkletterte die brütende Hitze 35 Grad. Im Biotop schien das sonst emsige Treiben der Fluginsekten erstarrt, nur wenige waren aktiv, darunter auch eine Zebra- (Wespen-)spinne, die sich langsam auf den kommenden Herbst und Winter vorzubereiten schien…

Heute, am Beginn des letzten Sommermonats, fing ich ein paar Fotos am Weißen See ein. Das Auffälligste: Dieser Sommer extrem hat den Wasserspiegel – trotz der Wassereinspeisung – erneut bedenklich gedrückt. Das zeigt ein Vergleich von Fotos 1916 -18 vom Standort der Aussichtsplattform am Milchhäuschen: Zwar ist der Niedrigstand von 2016 nicht erreicht, aber gegenüber dem diesjährigen Frühjahr wieder deutlich gesunken. Das freigelegte Wurzelwerk der Bäume am Ufer ist ein klares Indiz für den Wassermangel.

Was fällt darüber hinaus noch ins Auge? Zum einen manche Spuren von Vandalismus und Müll als Kehrseite des intensiven Badebetriebs – und zum anderen natürlich die weiterhin eingeschränkte Aktivität der Schwäne …

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