Herbstmalerei an drei Seen

Nach den Bildern vom Extremsommer am Weißen See, am Fennpfuhlsee und an der Elbe war es an der Zeit, auch wieder einmal an den anderen drei nahen Seen nach den Spuren des Sommers zu schauen: am Orankesee, Obersee und Faulen See. Inzwischen hat der Herbst mit seinen Farbenspielen in der Natur zugeschlagen – ein Grund mehr, einiges von der „Herbstmalerei an drei Seen“ mit der Kamera einzufangen und obendrein das Farbenspiel mit den Mitteln der „Fotomalerei“ noch zu verstärken. Besonders der Orankesee bietet nach der sog. Renaturierung viele einladende, im Herbstbunt strahlende Fotoobjekte (erstes Drittel der Fotos). Den traurigsten Eindruck macht der Faule See (letztes Drittel der Fotos). In dem insgesamt 24 Hektar großen Naturschutzgebiet haben die Orkanstürme der Vergangenheit und das Riesenregendefizit seit April viele Spuren hinterlassen; die 3,6 ha große Wasserfläche ist weiter versumpft und verlandet.

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Riesenregendefizit

Der heutige Wetterumschlag könnte das Ende eines mehr als merkwürdigen Sommers einleiten. Dieser war zu warm und zu trocken, die Monate Juni bis August lagen in Deutschland rund drei Grad C über dem Normalwert. Und noch schlimmer: Die gesamte Zeitspanne von April bis August war um 3,6 Grad C zu warm – das ist mehr als in derselben Zeitspanne im großen Wärmejahr 2003! Und das Regendefizit beträgt in Deutschland etwa 40 Prozent, das bedeutet: Auf jedem Quadratmeter fehlen in deutschen Landen im Durchschnitt 150 Liter Regen! Schließlich dies: „Das wirklich Besondere an diesem denkwürdigen Sommer 2018 ist, dass er einfach kein Ende nimmt… Der September setzt das Muster der vergangenen Monate einfach fort; es bleibt weiter sommerlich“, hieß es vor wenigen Tagen in einer meteorologischen Analyse. Und dann die Hammer-Aussage: „Vielleicht wird dieses bizarre 2018 am Ende auch deshalb Geschichte schreiben, weil es das erste Jahr war, in dem sich die Jahreszeiten auflösten und fortan nur noch von Winter und Sommer die Rede war. Frühling und Herbst wären demnach nur noch etwas für Romantiker.“ (https://www.spektrum.de/news/steckt-der-klimawandel-hinter-dem-jahrhundertsommer-2018/1592074)

Ich habe in den vergangenen beiden Tagen – nach dem Ausflug an die Elbe – dieses Riesenregendefizit am Fennpfuhlsee und Weißen See in Fotos festgehalten. Die Bilder  belegen die Dramatik des Wasserniedrigstandes – aber auch erneut die Ästhetik dieses denkwürdigen Sommers mit ihren vielen Facetten: von früh gereiften Kastanien und Eicheln, über die faszinierende Laubverfärbung und das freigelegte bizarre Uferwurzelwerk bis zu den Attacken fremder Schwäne gegen die heimischen auf dem Weißen See unter aktiver Teilnahme der vier Monate alten Jungschwäne  …

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Elbe in Not

Ein Ausflug von der Spree an die Elbe lohnt sich immer. Da ist ein Geburtstag ein guter Anlaß, auch mal danach zu schauen, wie die Elbe den Extremsommer 2018 überstanden hat. Und das Bild, das sie gestern bot, war jämmerlich und läßt sich in drei Worten zusammenfassen: Elbe in Not.

Ich habe einiges mit der Kamera im landschaftlich schönsten Teil des Dresdner Elbtales  zwischen den beiden berühmten Elbbrücken „Waldschlößchenbrücke“ und dem sog. „Blauen Wunder“ eingefangen, das die Wassernot erkennen läßt. Die „Waldschlößchenbrücke“, die seit den 1990er Jahren wegen des „Dresdner Brückenstreits“ weltweit Schlagzeilen machte, wurde schließlich im August 2013 offiziell eröffnet; die als „Blaues Wunder“ bekannte „Loschwitzer Brücke“ schon über 100 Jahre früher, sie wurde im Jahre 1893 fertiggetsellt.

Im Abschnitt zwischen diesen beiden Brücken ist eine Elbwanderung trotz des miesen Wasserstandes ein Erlebnis. Gestern konnte man den Spätsommer mit der Laubverfärbung und Weinlese an der Elbe erleben – und damit auch das historische Flair der einstigen Aufenthalte von Friedrich Schiller in diesem Terrain. Er hatte sich im zarten Alter ab 25 Jahren zwischen 1784 und 1787 öfter und später noch einmal 1801 bei seinem drei Jahre älteren Freund und Mäzen Christian Gottfried Körner (1756-1831) aufgehalten und hier im Körnerschen Weinberg 1785 auch seine unsterbliche Ode An die Freude gedichtet.

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