Kühler Start ins Leben

Fast auf den Tag genau vor fünf Jahren, am 8. Mai 2014, begann ich einen Blogartikel mit dem Satz: „Allmählich füllen sich die Kinderstuben der Wasservögel am Weißen See.“ Das ist auch in diesem Jahr am Weißen See wieder so. Nur: Es ist in diesen Tagen nach einem anhaltenden Polarlufteinbruch in Mitteleuropa deutlich kälter als in jenen Tagen vor fünf Jahren.

Das hat meine Kamera in den vergangenen Tagen am Weißen See in einigen Bildern eingefangen. Zwar strahlt die Sonne gelegentlich zwischen den Wolken hindurch, die Luft aber ist zu kühl und wärmt nur in den Mittagsstunden. Das spürt die Natur deutlich: Die Obst- und Zierbaumblüte leidet, die Brut der Wasservögel kommt schwerer voran, die ersten Küken sehnen sich nach mehr Wärme. Zudem stöhnt der See weiter unter dem anhaltenden Niedrigwasser – und auch die Bedrohungen der Brut und der Küken durch unangeleinte Hunde und rücksichtslose Angler – darunter einer Entenfamilie mit neun (!) Küken – wollen nicht aufhören …

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Wir geben nicht auf!

Das diesjährige Drama um die Brut der Schwäne hat sich zum Guten gewendet. Vom 8. zum 9. April war das 5-Eier-Gelege der Schwäne von Unbekannt zerstört worden. Das Schwanenpaar verließ daraufhin das alte Nest und baute an anderer Stelle ein neues. Heute präsentierte das unermüdliche Pärchen ein neues 4-Eier-Gelege – als wollte es sagen: Wir geben nicht auf! Meine Fotos zeigen, wie heute Morgen das zur kühlen Nacht gut „verpackte“ Gelege vor dem Auge der Kamera enthüllt wurde. Und auch „nebenan“ am Schilf bei den Haubentauchern mit ihren ersten Küken war heute einiges viel los …

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Vollfrühlings-Reflexionen

Neben den üblichen Datierungen für den Eintritt und den Ablauf der Jahreszeiten gibt es auch den sog. phänologischen Kalender, der sich mit den phänologischen Jahreszeiten beschäftigt. Dabei werden die Jahreszeiten nach jeweils charakteristischen, periodisch jährlich wiederkehrenden Erscheinungen in der Natur, darunter der Blüte von Pflanzen, bestimmt. Solche „phänologischen Zeigerpflanzen“ sind aktuell die Apfelblüte und die Fliederblüte, und die dadurch charakterisierte Jahreszeit wird als „Vollfrühling“ bezeichnet.

Ich war in den Osterfeiertagen an zwei Schauplätzen unterwegs, um den Vollfrühling mit seinen beiden „phänologischen Zeigerpflanzen“ Apfel- und Fliederblüte näher zu beobachten: am Fennpfuhlsee und am Weißen See.

Nachtrag am 25. April 2019:

Heute Vormittag zeigten sich in den beiden Nestern der Haubentaucher „am Schilf“ die ersten Küken – passend zum Vollfrühling!

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