Sinfonie in Rot-Grün

OLYMPUS DIGITAL CAMERANach dem „Grünen Vergnügen“ der Schwanenküken am Weißen See folgt eine „Sinfonie in Rot-Grün“, die ich gestern im Potsdamer Umland erlebte. Ein Ausflug auf die sog. Bornimer Feldflur gehört seit Jahren zu meinem Standardprogramm – früher mit und diesmal ohne Fahrrad. In dieser Jahreszeit ist es die faszinierende Mohnblüte, die immer wieder lockt. Die beiden bei uns bekanntesten der über 100 Arten von Mohngewächsen sind der Klatschmohn (botanisch Papaver rhoeas, auch Feuer- oder Feldmohn) und der Saatmohn (botanisch Papaver dubium). Sie kommen auf der Bornimer Feldflur – wie auch woanders – häufig an zwei Standorten vor: als rot leuchtende Dominanten an Ackerrainen, aber auch als Anbaukultur auf größeren Feldern, wie ich es etwa im Juni 2012 erlebte – als eine einzigartige „Sinfonie in Rot-Grün“.

In diesen beiden Standortformen fand ich bei meiner gestrigen mehrstündigen Wanderung auf der Bornimer Feldflur vor allem den bis 90 cm hohen Klatschmohn vor: mit seinen markanten großen, scharlachroten Blüten auf ihren langen behaarten Stängeln, aber auch mit seinen länglichen, hängenden („nickenden“) Blütenknospen und den eher kugeligen Mohnkapseln (erstes Foto). Die Fotos zeigen die rote Mohnblütenpracht zunächst an Getreidefeldrainen und anschließend auf einigen Feldflächen. Nicht selten leistet die blaue Kornblume (botanisch Centaurea cyanus) dem roten Mohn Gesellschaft. Und zum Schluß treten natürlich auch ein paar Insekten ins Bild, die immer zur Stelle sind, wenn die Natur ihre Farbsinfonien „erklingen“ läßt …

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Grünes Vergnügen

1-Karte1Die Schwanenküken vom Weißen See sind inzwischen zwei Wochen alt. Sie zeigten sich heute Vormittag putzmunter – und auch dieser Sonntag schien ihnen ein „grünes Vergnügen“ zu bereiten: Sie aalten sich zunächst auf der Wiese und zupften wie gewohnt ihr Gras …

2-DSCF2803-adb3-DSCN8184-adb4-DSCN8195-adb5-DSCN8210-adb6-DSCN8203-adbAber mitten hinein in diese „grüne Idylle“ fiel ein Mißton. Eine Passantin begann plötzlich, die Schwäne mit zerkleinertem Weißbrot zu füttern, ich möchte eher sagen: zu bombardieren …

7-DSCN8217-adb8-DSCN8219-adbWas für ein Unsinn! Die Küken wurden so davon abgehalten, ohne jede Not ihre von der Natur gegebene Ernährung zu unterbrechen und genötigt, sich fremd zu ernähren. Ich machte die „Tierschützerin“ auf ihr unsinniges Tun aufmerksam, andere Passanten ebenfalls. Und kaum zu glauben: Sie machte weiter mit dem Argument, sie habe im Internet gelesen, „dass viele Schwäne an Hunger sterben“. Da fällt mir nur Heinrich Heine ein: „Wahnsinn, der sich klug gebärdet! / Weisheit, welche überschnappt!“ (Heinrich Heine: Atta Troll, Caput XXVII, geschrieben 1841).

Die Schwäne indes kehrten der „Tierschützerin“ bald den Rücken, machten sich auf den Weg zum See, planschten übermütig im Wasser – und gingen bald wieder ihrem „grünen Vergnügen“ nach …

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Schwanenküken voller Tatendrang

1a-Karte1Der Publizist Ludwig Börne (1786-1837), der sich gern mit dem alten Goethe zoffte, vertrat diese sehr pointierte Ansicht: „Nur in der wimmelnden Kinderwelt lebt das schöne unsterbliche Leben …“ Das „Nur“ hört sich heute, in unserer zunehmend alternden Gesellschaft, zwar etwas provokant an – aber ich finde den Spruch dennoch passend.

Ich habe heute bei dem anhaltenden Hochsommerwetter (am Weißen See blüht bereits der Mohn – erste Fotos) die Schwanenfamilie noch einmal einige Zeit mit der Kamera begleitet. Dabei erlebte ich die „wimmelnde Kinderwelt“ der sechs Schwanenküken als wundervollen Ausdruck des „schönen unsterblichen Lebens“: voller Rastlosigkeit, Neugier, Wagemut – und gegenseitiger Zuneigung. Noch nicht einmal eine Woche alt, zogen die Küken hinter ihren Eltern durch ein „gruseliges“ verschilftes Terrain, wagten sich ans Kraxeln auf der „alten Weide“, leisteten „Beistand“, als eines der Geschwister in eine prekäre Situation geriet – und ließen sich selbst von paar Bierflaschen im Wasser nicht „abschrecken“ …

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