Fünf Seen im Herbstlook

OLYMPUS DIGITAL CAMERADas war doch gestern schon mal so etwas wie ein „Goldener Herbsttag“. Ich wollte soviel wie möglich von der Farbenpracht einfangen, zumal neue Tiefs mit reichlich Regen bereits angekündigt waren. Also auf in den Tag, mit der Kamera versteht sich und Goethes uraltem Rat folgend:

„Was heute nicht geschieht, ist morgen nicht getan,
 Und keinen Tag soll man verpassen“.

Ich entschied mich für einen meiner Lieblingsausflüge, früher meist mit Fahrrad gestrampelt, jetzt unter den veränderten Bedingungen zu Fuß: beginnend am Weißen See über den Faulen See, Orankesee, Obersee zum Fennpfuhlsee im hiesigen Kiez. Neben dem herrlichen Herbstlook der Bäume und Sträucher machten natürlich auch unzählige Wasservögel auf sich aufmerksam; so die neun Schwäne, je zwei am Weißen See und Orankesee (einen „erwischte“ ich gerade bei der Landung) und eine Fünfer-Familie am Obersee – aber auch Kraniche, die hoch oben über den Seen kreisten.

Am Ende des Tages stand als Fazit wieder einmal jener Imperativ, den einst Friedrich Hebbel (1813-1863) in das Dichterwort gekleidet hatte:

„O stört sie nicht, die Feier der Natur!“

1-DSCN9156OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA4-DSCN9161OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA8-DSCN9189OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA11a-DSCN9207-adb12-DSCN922113-DSCN9222-adbOLYMPUS DIGITAL CAMERA16-DSCN9238OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Stippvisite bei der Trochosa-Wolfspinne

1-Karte-2Unter den Bildern vom Altweibersommer 2013 hat sich mir eins besonders eingeprägt: das von der Trochosa-Wolfspinne (mitunter auch Wolfsspinne geschrieben). Als ich sie erstmals auf einer krautigen Wiese im Volkspark Prenzlauer Berg im Foto festhielt, war klar: Dieser ungewöhnlichen Spinne muß ich näher auf die Spur kommen! Und so geschah es. In den folgenden Tagen suchte ich die Fundstelle paar Mal auf, und es gelang, diese Spinne und ihr komfortables „Eigenheim“ in einigen Fotos festzuhalten. Davon im folgenden einen kleinen Einblick.

Denn dies fiel sofort auf: Auch diese Spinne bildet kein Fangnetz, sondern schafft sich zwischen Wiesengräsern und Kräuterstängeln ein Gespinst aus vielen Fäden, das ziemlich geschlossen als „Wohnhaus“ fungiert. Aus verschiedenen Quellen erfuhr ich mehr: Es handelt sich um eine Spinne der Gattung Trochosa aus der großen Familie der Wolfspinnen (Lycosidae). Allein in Mitteleuropa gibt es etwa 90 Arten von Wolfspinnen; die Gattung Trochosa ist jedoch hier nur mit 5 Arten vertreten. Zu welcher dieser Arten „meine“ Spinne gehört, konnte ich nicht feststellen, denn alle 5 Trochosa-Arten sollen sind äußerlich kaum voneinander unterscheiden. Ihre Grundfarbe ist braun, wobei der Hinterkörper meist dunkler ist, und sie haben meist etwas hellere, relativ kurze und kräftige Beine. Sie gelten als frei jagende Räuber, die vor allem Insekten mit ihren gut ausgebildeten Augen aus Nahdistanz erkennen und erbeuten.

Und so sieht das schmucke „Wohnhaus“ einer dieser possierlichen Trochosa-Wolfspinnen aus und so munter krabbelt sie auf ihrem Wohnhaus herum – und posiert vor meiner Kamera…

2-DSCF4104-adb4-DSCF4210-adb4-DSCF4191-adb5-DSCF4185-adb7-DSCF4115-adb8-DSCF4179-adb8-DSCF4198-adb Und die Trochosa-Wolfspinne zeigte mir sogar den Eingang zu ihrem „Wohngespinst“, schlüpfte hindurch und betrat die „gute Stube“. Die zusammengekauerte Stellung darin sieht jedoch nicht sehr „gemütlich“ aus…

9-DSCF4236-adb10-DSCF4095-adb10-DSCF4170-adb11-DSCF4172-adb12-DSCF4085-adb

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Ein Kommentar

Altweibersommer-Miniaturen

1-Karte1-txtEr ist wieder „pünktlich“ zur Stelle, wie in den letzten Jahren an der Nahtstelle von Sommer und Herbst: der sogenannte Altweibersommer. Einige regen sich über den Namen auf, wegen einer vermeintlichen Diskriminierung von Seniorinnen; ich erfreue mich einfach an dem schönen Naturschauspiel mit seinen unendlichen Miniaturen.

Also hinaus mit der Kamera und hinein in die Welt der zauberhaften Fäden und Netze der Spinnen. Mein Streifzug beginnt mit etwas ungewöhnlichen Sichten – gewissermaßen aus der „Froschperspektive“ himmelwärts: mit der Kamerasicht aus Bodennähe nach oben durch ein mit Tautröpfchen besetztes Spinnennetz hindurch. Erst danach folgen die gewohnten Sichten auf die Spinnennetze „von außen“, auf die kunstvollen Altweibersommer-Miniaturen. Dann folgen bei meinem kleinen Altweibersommer-Bildreport einige der Akteure: eine Wespen- bzw. Zebraspinne mit ihrem Eikokon; eine andere Spinne aus der großen Familie der Wolfsspinnen (allein in Mitteleuropa ca. 90 Arten, im Foto eine Spinne der Art Trochosa, die keine Fangnetze spinnt, sondern erstaunliche Wohngespinste an Pflanzenstängeln baut); Marienkäfer und Feuerwanzen; eine Hornisse mit nur einem Fühler, den anderen muß sie bei einem Unfall oder durch „Feindeinwirkung“ verloren haben; ein Linierter Grashüpfer  und zum Schluß noch ein wenig herbstliches Dekor…

2-DSCF3799-adb3-DSCF3793-adb3-DSCF3888-adb5-DSCF3699-adb6-DSC_8091-adbOLYMPUS DIGITAL CAMERA10-DSC_8147-adb13-DSC_8165-adb8-DSCF3528-adb8-Karte16-DSC_8079-adb17-DSCF3597-adb17-Grashüpfer18-DSCF3610-adb21-DSC_8137-adb15-DSCF3882-adb20-DSC_8099-adb

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar