„Wenn der Frühling ins Land zieht…“

1-KarteAlle Jahre wieder dasselbe, möchte man auch beim diesjährigen Frühlingseinzug meinen. Und dennoch bieten sich beim Anblick des großen Aufbruchs in der Natur immer wieder neue Bilder und damit genügend Gründe zu neuer Freude. Die Poeten aller Zeiten haben das auch so gesehen. So schon vor einigen Jahrhunderten der englische Dichter John Milton (1608-1674), der mit folgendem Spruch auch die Titelzeile für meinen heutigen Blogbeitrag lieferte: „Wenn der Frühling ins Land zieht, wäre es eine Beleidigung der Natur, nicht einzustimmen in ihr Jauchzen.“

Wer wie ich heute einige Zeit das Treiben der Wasservögel am Weißen See beobachtete, konnte das „Jauchzen der Natur“ vernehmen – und mit Fotos belegen. Allen voran wieder das wundervolle Wechselspiel beim Brutgeschehen des Haubentaucherpärchens. Denn inzwischen ist dessen Gelege auf vier Eier angewachsen …

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12-DSCN6720-adbAber merkwürdig ist dies: Nur noch in diesem Nest auf der Freibadseite wurde heute gebrütet. Alle übrigen Haubentauchernester schienen verlassen bzw. waren von Bleßhühnern besetzt …

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In das „Jauchzen der Natur“ stimmten natürlich auch zahllose andere Wasservögel ein – darunter die vielen Stockenten und auch unsere Schwäne, deren Gelege inzwischen auf drei Eier angewachsen ist…

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Hurra! Der Frühling ist da!

1-Karte1Den meteorologischen Frühling haben wir schon seit über sechs Wochen, den kalendarischen Frühling seit genau vier Wochen – aber erst jetzt haben wir den „echten“ Frühling mit fast vorsommerlichen Temperaturen! Überall regt sich neues Leben, überall meint man den Jubel der Natur zu hören und auch zu sehen: Hurra! Der Frühling ist da!

So auch heute am Weißen See. Von dem viermonatigen Wintergrau ist immer weniger zu spüren. Die Krokusse, Osterglocken und Scilla-Blausterne (Scilla bifolia) geben dem See seine bunte Frühlingsumrahmung…

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Vor allem aber zeigen die Haubentaucher ihre Freude über den Frühlingseinbruch. Mein Haubentaucher auf dem Eingangsfoto scheint sein „Hurra! Der Frühling ist da!“ in die ganze Welt hinaus schreien zu wollen…

Zur Zeit finden sich am Weißen See drei Nester von Haubentauchern an Vorjahresstandorten, wobei in zwei bereits gebrütet wird: an der umgekippten Weide und links vom Schwanennest. Mein Kamerablick richtet sich zunächst auf das schwerer zugängliche „Nest an der Weide“ …

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Das Geschehen am zweiten Neststandort, den ich bereits vor einer Woche im Visier hatte, konnte meine Kamera auch heute besser erfassen. Dabei gelang es, eine Ablösung des Pärchens beim Brüten einzufangen, wobei auch ein kurzer Blick auf das Zwei-Eier-Gelege möglich wurde…

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15-DSCN6321-adbDie ganze Pracht der Haubentaucher wird erst beim Zoomen der Kamera sichtbar. Mit ihrer wundervollen Schönheit könnten sie bei jeder Wahl zur „Miss Brandenburg“ bestehen – oder etwa nicht? Der besorgte Blick zum Himmel scheint übrigens berechtigt, denn zum Wochenende hin soll der Hurra-Frühling schon wieder eine Pause einlegen…

16-DSCN6339-adb17-DSCN6358-adb19-DSCN6283-adb18-DSCN6249-adbAch so: Und wie geht es eigentlich den Schwänen? Sie scheinen sich mit dem „Kunstnest“ noch nicht befreundet zu haben. Die Brutmulde mit ihren zwei Eiern (Stand heute Mittag) wirkt noch sehr unfertig. Übrigens: Auf der Insel im Obersee, meinem letzten Foto, bereitet sich ebenfalls ein Schwanenpärchen auf die Brut vor – aber in einem deutlich anderen, naturnaheren Umfeld…

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Überraschungsei am Weißen See

1-KarteDas war schon eine echte Überraschung am heutigen späten Nachmittag am Weißen See: ein verspäteter Aprilscherz oder tatsächlich das erste Schwanenei vom Jahrgang 2013? Noch gibt es kein Nest, bestenfalls einen Ansatz dafür – und schon ein erstes Ei?  Merkwürdig nur, dass sich die Schwäne nicht um das Brüten kümmern…

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Und ein Zweites ist mehr als merkwürdig: Neben diesem Ansatz für einen Nestbau mit dem „Überraschungsei“ gibt es einen zweiten Nestbauansatz! Wieder einmal glaubte „der Mensch“, in den Naturprozeß eingreifen zu müssen und „beförderte“ einen Standort direkt neben dem Freibad: Mit einer Fuhre Schilf, die dort hingekippt wurde und Material für mehrere Nester hergibt, sollen die Schwäne wohl gerade an dieser Stelle zum Nestbau „angeregt“ werden – in direkter Nachbarschaft zu Bauaktivitäten und Lärm im Freibad, womit ab Mai zu rechnen ist. Der Standort ist jedenfalls schon mit dem üblichen Schutzzaun abgesperrt. Was hat „man“ sich nur dabei gedacht? Mir fällt dazu wieder einmal Friedrich Schillers über 200 Jahre alte Dichterwort ein: „Die Welt ist vollkommen überall, / Wo der Mensch nicht hinkommt mit seiner Qual.“

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10-DSCN5857-adbVielleicht ist das „Überraschungsei“ vom heutigen Tag am Weißen See – wenn es denn kein verspäteter Aprilscherz ist – ein Signal, dass die Schwäne noch immer selbst entscheiden wollen, wo sie ihr Nest hinbauen…

Einen Tag später, 13. April 2013, am Morgen

Natürlich mußte ich mir heute Morgen das Geschehen um das ominöse Überraschungsei erneut anschauen, das ist einfach Chronistenpflicht. Und siehe da: Die nächste Merkwürdigkeit bietet sich Augen und Kamera: Vom Ei des Vortages fehlt jede Spur! Und nebenan im „künstlichen“ Schwanennest brütet seelenruhig die Schwänin…

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