Unterspreewald – Krone des Goldenen Oktober

Der diesjährige Goldene Oktober hat Berlin in sein Farbenmeer getaucht. Aber es gibt noch Steigerungen. Für mich gehört die Krone wieder einmal dem Unterspreewald, dem nördlichen, kleineren Teil des insgesamt rund 47 500 Hektar großen Biosphärenreservats Spreewald mit seinen insgesamt 1575 Kilometer Fließgewässer.

Auf einer 40-Kilometer-Radtour bei herrlichem Sonnenschein, allerdings nur wenigen Plus-Graden Lufttemperatur, konnte ich am letzten Oktober-Freitag wieder einmal dieses herrliche Juwel der Natur bewundern – und die Kamera konnte in den sechs Stunden nicht genug davon einfangen. Dabei bleibt allerdings ein Zugang zur urwüchsigen Schutzzone I („Kernzone“, 970 Hektar) auch im Unterspreewald verwehrt.

Ausgangspunkt ist wie immer Lübben, das Tor zum Oberspreewald wie zugleich auch zum Unterspreewald. Die Tour geht in nördlicher Richtung über Lubolz und Krausnick nach Schlepzig, das als schönstes Dorf des Unterspreewaldes gilt, hinein in die extrem flache, von Spreearmen, Altwässern und Kanälen durchzogene Landschaft…

Noch bevor man Schlepzig erreicht, durchquert man auf der Krausnicker Landstraße ein weithin bekanntes besonderes Kleinod des Unterspreewaldes: das Naturschutzgebiet Buchenhain. Zu keiner Jahreszeit zeigt es sich prachtvoller als im Goldenen Oktober. Ihm vor allem gebührt die Goldkrone des Unterspreewaldes, wie meine Fotos zeigen…

Natürlich ist Ende Oktober die Hochsaison des Spreewaldtourismus vorbei. Der sog. Weidendom von Schlepzig träumt nun ebenso vor sich hin wie der Hafen und die Kähne…

Die Rückfahrt nach Lübben auf anderen Radwegen, meist auf Spreedämmen in einem teilweise noch relativ ursprünglichen Bereich der Spree, führt vorbei an einer Gruppe von etlichen mehr oder weniger großen Fischteichen. Neben der Karpfenzucht spielen sie eine große Rolle als Rast-, Brut- und Nahrungsrevier für zahlreiche Vogelarten, darunter Graureiher, Störche, Fischadler. Am Schluß des großartigen Ausfluges in den „goldenen Unterspreewald“ bleibt noch der Blick auf die Abendsonne kurz vor Lübben…

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Festival of Lights – so und so

Zwischen den beiden Fotos oben liegt ein Abstand von nur 14 Stunden. Sie entstanden gestern Abend und heute Morgen. Beide vereint eins: Die Fotos sprechen von einem Fest des Lichts. Das eine für das offizielle „Festival of Lights“, das bis morgen läuft und zum achten Mal stattfindet, das andere spricht für mein eigenes Fest des Lichts, das in diesem Goldenen Oktober erneut läuft. Beide „Festivals“ spenden Freude – so und so.

„Berlin bei Nacht“ ist immer ein Fotoshooting wert. Auch beim diesjährigen „Festival of Lights“ sind wieder Zehntausende mit ihren Kameras in der Berliner Innenstadt unterwegs. Diesmal haben Künstler rund 20 Lichtkunst-Aktionen von insgesamt über 70 farbigen Illuminationen gezaubert, leider auch stärker mit Werbung durchsetzt. Wenn dies auch verstärkt am Berliner Dom geschieht, löst das schon – trotz der großartigen Darbietungen – bei vielen Verwunderung aus. Ich suchte mir wie in den Vorjahren wieder einige „Brennpunkte“ aus: neben dem Berliner Dom das Brandenburger Tor, den Potsdamer Platz, den Gendarmenmarkt mit dem Konzert-(Schauspiel-)haus sowie der deutschen und französischen Kirche und schließlich den Fernsehturm. Hier ein kleiner Eindruck davon:

Ist das „Festival of Lights“ ein Ereignis der Kultur, so bezeugen die folgenden Fotos von heute Morgen ein großartiges, immer wiederkehrendes Lichtschauspiel der Natur im diesjährigen Goldenen Oktober.

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Goldener Oktober – an fünf Gewässern

Sehnsüchtig erwartet, ist er nun da: der Goldene Oktober. Wie kann man ihn besser bewundern, als bei einer kleinen Radrundfahrt zu unseren bekannten Gewässern! Ich wählte mir „meine“ traditionellen Gewässer, diesmal fünf an der Zahl, aus: Natürlich an der Spitze den Weißen See, dann hinüber zum urwüchsigen Faulen See, weiter zum Orankesee und Obersee und zuletzt zum Überschwemmungsareal im Naturschutzgebiet der ehemaligen Falkenberger Rieselfelder. Die Kamera hielt von dieser Stippvisite einiges fest, suchte besonders nach Schwänen und fand sie am Weißen See, am Orankesee und im Falkenberger NSG, wenn auch dort zur Zeit nur noch ein einziges Pärchen. Die Schwanenfamile am Faulen See hielt sich im Schilf versteckt. Die folgende Fotoauswahl ist „gerecht“ auf alle fünf Stationen verteilt. Man braucht dazu keine weiteren Worte hinzuzufügen – außer dem Dichterwort: „O stört sie nicht, die Feier der Natur!“ (Friedrich Hebbel, 1813-1863)

 

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