„Wenn’s an Siebenschläfer gießt…“

So jedenfalls heißt eine der Bauernregeln zum heutigen Siebenschläfer; das Pendant dazu lautet: „Scheint an Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne.“ Längst ist sowohl der Ursprung der Siebenschläfer-Legende bekannt als auch von der Meteorologie geklärt, dass das Wetter der dem Siebenschläfer folgenden Wochen nicht allein von diesem einen Tag abhängt. Vielmehr beruht die sog. Siebenschläfer-Regel auf einer seit langem bekannten Erfahrung, dass sich sehr häufig Ende Juni/Anfang Juli eine stabile Wetterlage einstellt, die dann mehrere Wochen Bestand hat. Jedenfalls hat das in den vergangenen 200 Jahren zu 70 – 80 Prozent gestimmt. Schon vor einem Jahr hatte ich dazu in einem Artikel etwas aufgeschrieben.

Wer an den Siebenschläfer als „Wettermacher“ glaubt, hat jedenfalls für die kommenden „sieben“ Wochen keine guten Karten. Denn seit dem späten Nachmittag hat es in Strömen geregnet. Ich war an diesem legendären Tag natürlich mit der Kamera auf der Pirsch und sah mir an, wie das „ganz nah“ aussieht, „wenn’s an Siebenschläfer gießt…“

 

Veröffentlicht unter Allgemein | 4 Kommentare

Verregneter Sommeranfang

Im Kalender steht unter dem heutigen Tag „Sommeranfang“. Das ist der sog. astronomische Sommeranfang, der mit dem aktuellen Wetter überhaupt nichts zu tun hat. Es war kein „Sommertag“, für den die Meteorologen eine Tageshöchsttemperatur von 25 Grad C oder mehr fordern. Solche Tage hatten wir in diesem Jahr schon, so erst am 18. Juni mit 31 Grad. Es gab sogar Sommer in Berlin (Monate Juni bis August), da lag die Zahl der Sommertage bei 66 (1834) und bei 54 und 53 (1992 und 1997). Heute aber erreichten die Temperaturen hier in Berlin über weite Strecken kaum 20 Grad. Da fehlt noch einiges für einen Rekordsommer wie 1757, als die Sommermitteltemperaturen (wiederum Juni bis August) bei 21,5 Grad C und 1834 bei 21,2, 1868 bei 20,3 und 2003 bei 20,0 Grad C lagen.

Und dazu hat es heute fast den ganzen Tag geregnet. Das richtige Wetter für meine Kamera, um in der nahen Natur Ausschau zu halten, was der Dauerregen so alles hervorzaubert. Er hat die bunte Pflanzenwelt anhaltend besprüht, was Friedrich Rückert (1788-1866) einst in seinem Gedicht „Wie schön die Blumen blühn“ sogar poetisch als „Weinen“, angesichts des bevorstehenden Verblühens der Blumen, deutete:

„Wie schnell die Blumen verblühn, / Die Regentropfen sprühn, / Sie weinen um die Rose, / …

Schauen wir mal „ganz nah“, was das Regentropfen-Sprühen hervorgebracht hat!

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Spreewald ganz in Grün

Was macht ein Fußballfan, dem das Gedröhn vom „Wir sind die Besten in Europa“ langsam, aber sicher, auf den Keks geht? Er nimmt sein Fahrrad und flieht per Regio aus dem Gedröhn hinaus in einen ruhigeren Winkel – und das kann nur der Spreewald sein! So geschehen am gestrigen Sonntag, als der Morgen noch nicht so freundlich drein schaute, aber dann im Laufe des Tages zunehmend die Sonne die rund 50-km- Radtour begleitete. Es wurde so ein schönes Wiedersehen mit dem „Refugium Spreewald“, das ich zuletzt tief vereist im Februar erlebt hatte. Diesmal nun „Ganz in Grün“ mit den gewohnt herrlichen Ausblicken und Einblicken.

Wir – mein Sohn und ich – starteten die Spreewaldtour, wie schon oft zuvor, im historischen Lübben, mit einem Blick auf die alte Stadtmauer und die Paul-Gerhardt-Kirche mit dem gleichnamigen Denkmal davor. Und dann von Lübben aus hinein ins Grün, immer die Hauptspree und einige Kanäle im Visier, zunächst bei Lehnigksberg, dann auf dem Deich nach Lübbenau mit diversen Ausblicken auf das endlose Grün rundherum, weiter auf dem Leiper Weg über das Dorf Leipe mit Blicken auf Kornblumen und Bienen, die Reize der typischen Spreewälder Auenlandschaft schließlich hinüber zur Bahnstation Vetschau…

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar