Wenig Sonne und viel Regen!

Langsam werden die Siebenschläfer-Befürchtungen wahr: Bis zur Halbzeit war dieser Sommer verregnet und viel zu sonnenarm (siehe die Daten oben). Da mußte ich gestern mal im Falkenberger Naturschutzgebiet nachschauen, wie das „vor Ort“ aussieht. Meine Fotos belegen: Wenig Sonne und viel Regen! Wiesen, Äcker und Wander- bzw. Radwege sind teilweise überschwemmt; beim Radfahren muß man einige Moraststellen überwinden. Zugvögel beginnen, sich zu sammeln…

Und trotzdem: Der Juli mit wenig Sonne und viel Regen hält auch im Falkenberger NSG viele wundervolle Miniaturen bereit. Ich fand unter den Regenwolken und zwischen den Regenschauern meine prächtigen Filzkletten in ganzer Blütenpracht, regennasse Kornblumen und noch immer leuchtenden roten Mohn an den Rändern der Getreidefelder sowie sehr fotogene fast reife Gerstenähren und immer wieder auch viele Insekten…

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Kleines Jubiläum am Weißen See

Soeben noch zwischen Regenschauern und Sonnenschein inmitten von Bienen und Hummeln, Libellen und Wespenschwebfliegen, Marienkäfern und Weichkäfern, mußte ich heute wieder einmal zu den Schwänen am Weißen See. Der Anlaß: Heute vor acht Wochen schlüpften die ersten Küken. Da muß man schon mal wieder mit der Kamera schauen, wie groß die Kleinen geworden sind – wie bereits zum „kleinen Jubiläum“ vor vier Wochen.  Und dabei kann man wieder einmal erfahren, wie die Zeit rast. Bei den Dichtern ist das seit eh ein großes Thema: Schon vor rund 250 Jahren gab der Halberstädter Domsekretär und Poet Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803) den offenkundig zeitlosen Rat: „Hurtig leben ist mein Rat; / Flüchtig ist die Zeit!“ Beim Anblick der Jungschwäne nach einigen Wochen tritt das jedenfalls wieder einmal voll ins Bewußtsein.

Auch an ihrem heutigen „kleinen Jubiläum“ bewegten sie sich rasch zwischen ihren beiden Lebenssphären Wasser und Land hin und her. Ich traf sie kurz nach einem starken Regenguß inmitten einer Kleewiese, die bei besserem Wetter allerdings den „Sonnenanbetern“ vorbehalten ist. Und die Fotos belegen: Auch die Schwäne haben auf der Liegewiese ihr „kleines Jubiläum“ richtig genossen…

Nach einem nicht ganz so „Langen Marsch“ wie dem der Chinesen einst unter Mao gings hinüber zum See – inzwischen endlich auch bei schönem Sonnenschein – und hinein ins Wasser…

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Naturschauspiele en miniature

Seit Tagen wechseln Regenschauer und Sonnenschein – ein Sommer, der noch keiner ist. Aber wie so oft gibt es auch an diesen Tagen herrliche Naturschauspiele en miniature. Ich war in den letzten Tagen auch bei diesem Auf und Ab des Wetter mit der Kamera unterwegs und hab einiges an Miniaturen eingefangen: Hummeln im Kampf um die Polepositionen auf den Distelblüten; Käfer, die den Nektar aus den Blütenkelchen schlürfen; „Gemeine Grashüpfer“ (Chorthippus parallelus), die sprungbereit auf der Lauer liegen und hier und da auch regennasse Marienkäfer, die sich aber in diesem Sommer eher selten zeigen…

Um so mehr treten die „Braunen Weichkäfer“ (Rhagonycha fulva) in diesen Tagen ins Rampenlicht. Was für ein Gewimmel auf den Distelblüten! Was für akrobatische Sexorgien vollbringen die Pärchen, um für Nachwuchs zu sorgen! Was für ein Naturschauspiel en miniature!

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