Die kleine Welt – ganz in Blau

Der Unmut über den (bisher) verregneten Sommer wächst. Auch Hobbyfotografen schauen ungeduldig zum Himmel: Wann kommt endlich das ersehnte Sonnenlicht? Aber warum eigentlich soll es kommen? Birgt die kleine Welt, die uns draußen umgibt, nicht auch immer wieder viel Geheimes und Wunderschönes ohne Sonnenschein? Das haben sich wohl auch Dichter und Denker immer wieder gefragt und auf ihre Weise geantwortet. So zum Beispiel Karl Mayer (1786-1870), ein süddeutscher Dichter, der diesen Vierzeiler „Die kleine Welt“ schrieb: „Ach, im Trieb des kleinsten Keimes / Liegt so wunderbar Geheimes, / Dass er schon die ganze Welt / Meinem Blick entgegenhält.“

Also nahm ich meine Kamera und zog trotz des Regens wieder mal hinaus in „Die kleine Welt“ – in meinen Biotop „ganz nah vor der Tür“. Der Regenschirm brachte mich dabei auf die Idee, ihn mal etwas anders einzusetzen – als blauen Kontrast-Hintergrund für meine Fotos. Und siehe da – heraus kam „Die kleine Welt – ganz in Blau“; oder um es noch mal mit Karl Mayer auszudrücken: „Als wenn die Landschaft wunderhold / Ergrünt im blauen Sonnengold“ – und das ganz ohne Sonne …

Über Herbert Schwenk

Jahrgang 1937; ehemaliger Lehrer und Gesellschaftswissenschaftler der DDR; heute Rentner
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2 Kommentare zu Die kleine Welt – ganz in Blau

  1. Martina sagt:

    Hallo Herby,

    was für eine gute Idee, den Regenschirm als Hintergrund einzusetzen. Dass die kleine Welt vor unserer Haustür, egal bei welchem Wetter, immer wieder Geheimnisse und Überraschungen bereithält, das empfinde ich genauso.

  2. jule sagt:

    gute Idee, das mit dem Schirm, so sehen die Fotos gleich viel freundlicher aus

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